Aus für geplantes KEZO-Fernwärmeprojekt auch in Rüti
Nach dem Ausstieg des Energieversorgers prüft Rüti ZH das Fernwärmeprojekt nicht weiter, setzt aber auf alternative, nachhaltige Wärme- und Energielösungen.

Wie die Gemeinde Rüti ZH mitteilt, hat der Gemeinderat nach dem Abbruch des Fernwärmeprojekts durch die Energie Zürichsee Linth AG (EZL) zusammen mit dem Stadtrat von Rapperswil-Jona aktiv das Gespräch mit der KEZO gesucht, um die Handlungsoptionen zu klären
Die gemeinsame Prüfung ergab: Das geplante Fernwärmeprojekt ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht umsetzbar. Die Gemeinde Rüti hält jedoch an ihrem Klima- und Energiekurs fest und arbeitet weiter an tragfähigen und nachhaltigen Wärmelösungen.
Hintergrund der Gespräche mit dem Zweckverband Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (KEZO) war der Entscheid des Energieversorgungsunternehmens Energie Zürichsee Linth AG (EZL), ihr geplantes Fernwärmeprojekt zu stoppen. Rüti und Rapperswil-Jona haben daraufhin ihre Handlungsoptionen geprüft und dazu weitere Gespräche lanciert.
Rüti bedauert den Projektausstieg der EZL nach wie vor und setzt sich darum für mögliche Alternativen ein. Das Gespräch mit den Verantwortlichen der KEZO hat jedoch gezeigt, dass eine Weiterführung des bestehenden Fernwärmeprojektes keine Option ist.
KEZO stellt Weichen für ihre Wärmenutzung
Ausschlaggebend dafür sind hauptsächlich folgende Faktoren: Für eine Weiterführung des Projekts hätte nach dem Ausstieg der EZL eine vertiefte Überprüfung erfolgen müssen. Die KEZO muss jedoch bis spätestens im März 2026 strategische Weichen stellen und benötigt dafür verbindliche Rahmenbedingungen.
Bis dahin ist eine vertiefte Prüfung durch die Gemeinde Rüti und insbesondere die verbindliche Zusage der für eine Fortführung des Projekts notwendigen Gelder nicht möglich. Deshalb ist die Umsetzung zurzeit weder finanziell noch politisch realistisch.
Gemeinde setzt sich weiterhin für Fernwärmeprojekte ein
Der Wärmeverbund Fernwärme Zürcher Oberland wird nach den Gesprächen mit der KEZO und Rapperswil in der vorliegenden Form nicht weiterverfolgt. Gleichzeitig treibt Rüti den Ausbau des Wärmeverbunds Rüti Zentrum wie geplant voran.
«Parallel dazu überprüfen wir das Projekt Holzwärmeverbund bei der Sekundarschule Rüti erneut im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit», so Roger Hess, Gemeinderat und Ressortvorsteher Werke. Die Gemeinde Rüti setzt sich weiterhin für nachhaltige und tragfähige Wärme- und Energielösungen ein.






