Die Kredite für die «Sportwelt Gossau» wurden genehmigt und der Grundwasser-Wärmeverbund Buechenwald sowie der Beitrag an den Walter Zoo wurden beschlossen.
Aussicht über Gossau - Gossau
Aussicht über Gossau - Gossau - Nau.ch/MiriamDanielsson

Das Gossauer Stadtparlament hat die Kredite von 54,6 Millionen Franken für das erste Modul der Sportwelt Gossau und von 1,4 Millionen Franken für vorgezogene Vorhaben aus dem zweiten Modul einstimmig genehmigt.

Entstehen sollen im Gebiet Buechenwald ein neues Hallenbad, vier Fussballfelder und ein Halbspielfeld, ein Tribünengebäude, Leichtathletikanlagen sowie Bewegungs- und Begegnungsräume. Vorgezogen ausgeführt werden eine Spielwiese, Beachvolleyballfelder und die Offenlegung des Buechbaches.

Über den Baukredit wird an der Urne entschieden

Für den Baukredit von insgesamt 56 Millionen Franken wird eine Urnenabstimmung nötig. Diese findet voraussichtlich am 15. Mai 2022 statt.

Norbert Hug, Präsident der vorberatenden Kommission (VBK), zeigte sich erfreut, dass dieses Vorhaben nun auf der Zielgeraden sei. Er und weitere Sprecher betonten, es handle sich um ein ausgewogenes und durchwegs überzeugendes Projekt.

Die Grundwasserwärme soll genutzt werden

Die Wärme- und Kälteenergie für die neuen Sportanlagen soll weitgehend aus dem örtlichen Grundwasser gewonnen werden. Dafür wollen die Stadtwerke Gossau einen Grundwasser-Wärmeverbund realisieren. Daran werden neue und bestehende Sportanlagen im Gebiet Buechenwald sowie die kantonale pädagogische Hochschule angeschlossen.

Das Parlament hat den Verpflichtungskredit von gut 3,6 Millionen Franken einstimmig genehmigt. Dieser Kredit unterliegt noch dem fakultativen Referendum. Thomas Künzle (SVP) erklärte als Präsident der parlamentarischen Baukommission, dass man mit dem Energieträger Grundwasser an diesem Standort auf dem richtigen Weg sei. Um Verbrauchsspitzen abzudecken, wird zu maximal zehn Prozent Erdgas eingesetzt.

Der Walter Zoo wird weiterhin unterstützt

Seit dem Jahr 2010 unterstützt die Stadt Gossau den Walter Zoo mit einem jährlichen Betriebsbeitrag von 150'000 Franken. Dieses Engagement lief 2021 aus und wird bis zum Jahr 2025 verlängert. Diesem Antrag wurde mit 21:9 Stimmen zugestimmt. Die SVP-Fraktion fand keine Mehrheit dafür, den Beitrag auf jährlich 100'000 Franken zu reduzieren.

Die Ausgangslage habe sich massgeblich verändert, seit 2006 erstmals Betriebsbeiträge an den Zoo beschlossen wurden, begründete Kurt Jau den Reduktionsantrag. Die vorberatende Kommission habe eine Reduktion des Beitrages und der Laufzeit ebenfalls diskutiert, jedoch davon abgesehen, erläuterte VBK-Präsident Sandro Contratto (FDP).

Das Parlament hat seine Gremien für 2022 gewählt

Zu Beginn der Sitzung wählte das Parlament seine Gremien für Jahr 2022. Neuer Parlamentspräsident ist Florian Kobler (SP), Florin Scherrer (Die Mitte) ist Vizepräsident. Stimmenzählerinnen sind Anita Fürer (SVP), Silvia Galli Aepli (FDP) und Shirley Mc Masters (FLiG, Ersatz).

Die Geschäftsprüfungskommission und die parlamentarische Baukommission bleiben personell unverändert.

Diese Informationen stammen vom Parlamentspräsidium Gossau.

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