Sturm überrascht SUP-Fahrer auf Walensee – zwei Personen vermisst
Am Donnerstag wurden fünf SUP-Fahrer auf dem Walensee im Kanton Glarus durch einen Sturm überrascht. Zwei Personen sind noch vermisst.

Das Wichtigste in Kürze
- Fünf SUP-Fahrer wurden auf dem Walensee von einem Sturm überrascht.
- Zwei Personen konnten selbstständig ans Ufer schwimmen, eine Person wurde gerettet.
- Von zwei weiteren Personen fehlt noch immer jede Spur.
Am Donnerstag, gegen 18.55 Uhr, ging bei der Notruf- und Einsatzzentrale der Kantonspolizei St.Gallen die Meldung ein, dass mehrere Personen auf dem Walensee mit Stand-up-Paddle-Boards (SUP) unterwegs waren und von einem plötzlich aufkommenden Sturm beziehungsweise starken Wind überrascht wurden.
Nach ersten Erkenntnissen gingen die fünf SUP-Fahrer am Seeufer des Gäsi (Gemeinde Glarus Nord) ins Wasser.
Als in der Seemitte zwischen Lago Mio (Gemeinde Weesen) und der ehemaligen Raststätte Mühlehorn (Gemeinde Glarus Nord) ein starker Windsturm aufkam, gerieten sie in Schwierigkeiten.
Zwei Personen konnten selbstständig ans Ufer schwimmen. Eine weitere Person wurde durch die Seerettung aus dem Wasser gerettet.
Die Suchmassnahmen dauern an
Seit dem Ereignis werden zwei Personen vermisst. An der umgehend eingeleiteten Suchaktion waren die Seerettung, die Rega, Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen und Glarus sowie weitere Einsatzorganisationen beteiligt.
Dabei kamen unter anderem Drohnen zum Einsatz. Die Suche verlief bis zum aktuellen Zeitpunkt ohne Erfolg.

Die Suchmassnahmen werden heute mit weiteren geeigneten Mitteln fortgesetzt. Die Einsatzkräfte beurteilen die Lage laufend und passen das Vorgehen den aktuellen Bedingungen an.
Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes können derzeit keine weiteren Angaben zu den vermissten Personen gemacht werden. Der genaue Unfallhergang sowie die Umstände, die zu diesem Ereignis geführt haben, werden derzeit durch die Polizei abgeklärt.
Sicherheitstipps für Stand-up-Paddler und Wassersporttreibende
Schönes Wetter und warme Temperaturen laden viele Personen dazu ein, sich mit Gummibooten oder Stand-up-Paddle-Boards (SUP) auf Schweizer Gewässern aufzuhalten.
Die Sportarten sollten jedoch nicht unterschätzt werden. Wind, Wetterwechsel und kaltes Wasser können rasch zu gefährlichen Situationen führen. Für die eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer empfiehlt die Polizei und die Seerettung:
Wetter- und Windverhältnisse vor jeder Ausfahrt prüfen und bei aufkommendem Unwetter, starkem Wind oder rasch wechselnden Bedingungen das Gewässer rechtzeitig verlassen.

Eine Rettungsweste oder Schwimmhilfe mit mindestens 50 N Auftrieb tragen und diese bereits vor dem Start anziehen. In einer Notsituation bleibt häufig keine Zeit, die Ausrüstung erst anzulegen.
SUP-Boards gut sichtbar mit Name, Adresse und Telefonnummer der Eigentümerin oder des Eigentümers beschriften. Diese Angaben helfen Rettungskräften, rasch abzuklären, ob tatsächlich Personen vermisst werden, und können unnötige Suchaktionen verhindern.
Auf Seen sollte eine Leash verwendet werden
Auf Seen eine geeignete Leash (Verbindungsleine zwischen SUP und Person) verwenden. In fliessenden Gewässern sollte darauf verzichtet werden, da bei einem Verhängen die Gefahr besteht, von der Strömung unter Wasser gezogen zu werden.
Die eigenen Fähigkeiten und die Bedingungen realistisch einschätzen. Besonders auf Flüssen ist Stand-up-Paddling anspruchsvoller; eine entsprechende Vorbereitung oder ein Einführungskurs kann helfen, Risiken zu vermeiden.
Eine gute Vorbereitung und die richtige Ausrüstung tragen wesentlich dazu bei, Unfälle auf dem Wasser zu verhindern.








