Glarus

    Gemeinde geht gegen Zigaretten-Littering auf Spielplätzen vor

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    Die Gemeinde Glarus lanciert eine Kampagne gegen Zigaretten-Littering auf Spielplätzen. Die Hinweistafeln setzen bewusst auf Wertschätzung statt auf Verbote.

    Zigarettenstummeln
    Weggeworfene Zigarettenstummel. (Symbolbild) - AFP/Archiv

    Zur Sensibilisierung der Bevölkerung gegen achtlos weggeworfene Zigarettenstummel startet die Gemeinde Glarus ab Mitte Juli in Zusammenarbeit mit Stop2drop eine Kampagne auf allen Kinderspielplätzen und weiteren öffentlichen Plätzen in der Gemeinde.

    Mit Hinweistafeln und Plakaten macht sie auf die Folgen des Zigaretten-Litterings aufmerksam, wie die Gemeinde Glarus ausführt. Mit dieser Massnahme stärkt die Gemeinde ein gesundes Umfeld für Spiel und Begegnung und leistet einen Beitrag zum Umweltschutz.

    Durchschnittlich 91 Stummel pro Spielplatz in der Schweiz

    Zigaretten-Littering ist ein unterschätztes Umweltproblem. Zigarettenstummel sind giftig, bestehen aus Plastik und enthalten über 7000 Chemikalien. Sie verschmutzen Böden und Gewässer, ein einziger Stummel kann bis zu 1000 Liter Wasser verunreinigen.

    Mit der Kampagne greift die Gemeinde Glarus einen vielfach geäusserten Wunsch aus der Bevölkerung auf und reagiert auf ein schweizweites Problem: Eine Analyse der NGO Stop2drop auf 170 Spielplätzen fand über 15'000 Zigarettenstummel, durchschnittlich 91 pro Spielplatz.

    Wertschätzung statt Verbote

    Rauchfreie Spielplätze als Zeichen für den Kinderschutz stehen besonders im Fokus. Der freiwillige Verzicht des Rauchens auf Spielplätzen schützt die Kinder vor Passivrauch.

    Die aufgestellten Hinweistafeln setzen bewusst auf Wertschätzung statt auf Verbote.

    Sie laden zur gegenseitigen Rücksichtnahme ein und stärken kinderfreundliche öffentliche Räume. Über einen QR-Code auf den Tafeln gelangt man zu praktischen Tipps, wie man rauchende Personen freundlich auf die Regelung hinweisen kann.

    Klares Zeichen für den Kinder-, Gesundheits- und Umweltschutz

    Stop2drop wird gemeinsam mit Gemeinden sowie Partnern aus der Gesundheitsförderung und dem Umweltschutz umgesetzt und vom Tabakpräventionsfonds unterstützt.

    Laut einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts Sotomo haben zudem 44 Prozent der Personen mit Raucherfahrung schon auf Kinderspielplätzen geraucht.

    Die Gemeinde Glarus setzt mit der Kampagne ein klares Zeichen für den Kinder-, Gesundheits- und Umweltschutz und dankt allen, die mit ihrem Verhalten zum Schutz der Kinder sowie zu einem sauberen öffentlichen Raum beitragen.

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