Eine Person tot im Walensee geborgen – weitere vermisst
Seit Donnerstag wurden auf dem Walensee zwei Personen vermisst. Eine wurde nun leblos geborgen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Polizei hat eine Person tot aus dem Walensee geborgen.
- Möglicherweise handelt es sich um einen der beiden vermissten SUP-Fahrer.
- Seit Donnerstag werden zwei 32-Jährige vermisst.
Am Donnerstag, gegen 18.55 Uhr, ging bei der Notruf- und Einsatzzentrale der Kantonspolizei St. Gallen die Meldung ein, dass mehrere Personen auf dem Walensee mit Stand-up-Paddle-Boards (SUP) unterwegs waren und von einem plötzlich aufkommenden Sturm beziehungsweise starkem Wind überrascht wurden.
Gemäss aktuellem Ermittlungsstand gingen die insgesamt fünf Personen am Donnerstag, gegen 15.30 Uhr, mit drei Stand-up-Paddle-Boards beim Gäsi (Gemeinde Glarus Nord) auf den Walensee. Die Gruppe paddelte gemeinsam in Richtung Seemitte, um sich dort aufzuhalten.
Sturm überrascht SUP-Fahrer
Als plötzlich starker Wind aufkam, gerieten die fünf Personen in Seenot. Die drei Stand-up-Paddle-Boards wurden durch den starken Wind und den Wellengang auseinandergetrieben.
Zwei Personen, von denen eine eine Schwimmweste trug, konnten sich mit ihrem SUP selbstständig ans Ufer retten. Eine weitere Person, ebenfalls mit Schwimmweste, wurde durch die Seerettung aus dem Wasser gerettet.
Bei den nach wie vor vermissten Personen handelt es sich um zwei 32-jährige Männer ungarischer Nationalität. Beide trugen keine Schwimmwesten und konnten nach bisherigen Erkenntnissen nicht gut schwimmen.
Schwierige Suche
Die Suchmassnahmen, welche durch die Spezialisten der Kantonspolizei Zürich und die Seerettung durchgeführt werden, führten mittlerweile zum Auffinden einer Person. Diese konnte in einer Wassertiefe von rund 100 Metern leblos geborgen werden. Die formelle Identifikation steht noch aus.
Aufgrund der grossen Wassertiefe sowie des weitläufigen Suchgebiets gestaltet sich die Suche nach der weiterhin vermissten Person besonders anspruchsvoll. Die Einsatzkräfte beurteilen die Lage laufend und passen das Vorgehen den aktuellen Bedingungen an. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, wird die Kantonspolizei Glarus erneut informieren.






