Die Personensicherheit geht vor

    Gemeinde Glarus Süd
    Gemeinde Glarus Süd

    Glarus,

    Nach dem grossen Rutsch auf der Strecke Schwanden – Kies fällen drei Gremien unabhängig voneinander denselben Entscheid: «Bis auf Weiteres geschlossen.»

    Auf unbestimmte Zeit: Kein Durchkommen auf dem Zubringer zur Luftseilbahn Kies-Mettmen. Die Gemeinde unternimmt alles Notwendige, um das Gelände und die Strasse zu sichern. - Gemeinde Glarus-Süd

    Die gegenwärtige Gesundheitslage lässt die touristischen Dienstleistungsbetriebe in grosser Ungewissheit und beschert zudem massiven Mehraufwand für Corona-Schutzmassnahmen. Sowohl das Berghotel Mettmen als auch die Luftseilbahn Kies – Mettmen planten bereits ihre Saisoneröffnung Ende Dezember 2020, als die Meldung eines Erdrusches auf der Zubringerstrecke die Sicherheitsfrage verschärfte.

    Rutschung noch nicht beruhigt

    Gemeinsam mit Partnern arbeitet die Gemeinde daran, möglichst rasch, viel Wasser aus der Rutschfläche abzuleiten. Um diese Arbeiten zu ermöglichen, musste zuerst ein Sicherheitsholzschlag ausgeführt werden.

    Für die bessere Beurteilung der Situation werden in der Woche 52 zudem Sondierbohrungen durchgeführt. Da sich die Rutschung noch nicht beruhigt hat, ist davon auszugehen, dass die Strasse ins Kies für längere Zeit unbefahrbar bleibt.

    Bahn und Hotel bleiben geschlossen

    Das Berghotel Mettmen und die Luftseilbahn Kies – Mettmen beschlossen unabhängig voneinander, ihren Betrieb vorerst nicht aufzunehmen. Somit bleiben sowohl Berghotel wie Luftseilbahn bis auf Weiteres geschlossen.

    «Die Sicherheit von Gästen und Personal ist das Wichtigste», erklärt Sara Frei-Elmer, Gastgeberin des Berghotels. «Zum Glück kam niemand in den Erdrutsch.» ergänzt Fritz Marti, Präsident der Lufteilbahn.

    Den Entscheid beeinflusst hat neben der unsicheren Corona-Lage und Massnahmenverschärfungen auch die fehlende sichere Zufahrt für Gäste und Personal sowie absehbare Logistikprobleme für Lieferanten.

    Niederentalstrasse ab Güetliwinkel gesperrt

    Die Niederentalstrasse kann bis zum Güetliwinkel befahren werden, hier sind eine beschränkte Anzahl Parkplätze vorhanden. Ab dort ist der Zugang ins Niederental auf dem alten Niederenweg zu Fuss möglich. Dabei handelt es sich aber um «freies Gelände», welches von der Gemeinde nicht überwacht wird.

    Zu Fuss oder auf Tourenskier bleibt die Region Kärpf auf alternativen Routen wie beispielsweise über Elm Ämpächli erreichbar. Die Leglerhütte bleibt geöffnet und das Naturfreundehaus Mettmen beabsichtigt bei schönem Wetter und auf Anfrage ebenfalls zu öffnen. Vor einem Besuch empfiehlt sich die entsprechenden Informationen der Homepages zu beachten.

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