Neue Altersstrategie soll Lebensqualität im Alter sichern
Frauenfeld führt die neue Altersstrategie 2035 ein. Im Zentrum stehen Wohnen, gesellschaftliche Teilhabe, Digitalisierung und eine passende Pflegeversorgung.

Wie die Stadt Frauenfeld schreibt, soll auch für Menschen in höherem Alter eine lebenswerte Stadt bleiben. Damit dieses Ziel erreicht wird, wurden die aktuellen Entwicklungen und Trends im Altersbereich eingehend analysiert, eine Zukunftskonferenz mit Fachpersonen und der Bevölkerung durchgeführt und daraus erstmals die Altersstrategie 2035 formuliert.
Statistiken zeigen, dass der Anteil von über 80-Jährigen in Frauenfeld zwischen 2025 und 2040 von rund sechs Prozent beziehungsweise 1600 Personen auf knapp zehn Prozent beziehungsweise 3100 Personen ansteigt. Zudem wird durch die steigende Lebenserwartung und durch veränderte Lebensentwürfe die Lebensphase «Alter» verlängert.
Das bedeutet, dass die Fragen zu Wohnen, Pensionierung oder chronischen Erkrankungen die Menschen länger beschäftigen. Gleichzeitig werden Digitalisierungsthemen immer komplexer. Die Pflege- und Betreuungskosten steigen stark und der Fachkräftemangel ist spürbar.
Gemeinsam für eine altersfreundliche Stadt
Die Herausforderungen sind vielfältig. Die Strategie stützt sich vermehrt auf die Selbstwirksamkeit und Mitwirkung der Einwohnerinnen und Einwohner. In vielen Themen wird auf ein wichtiges Gut gesetzt: Die sorgende Gemeinschaft, über alle Generationen hinweg.
Die Stadt übernimmt primär die Rolle der Vernetzerin innerhalb von Frauenfeld und in der Region. Dabei spielt der quartiernahe Ansatz eine wichtige Rolle. Die Umsetzungsschritte sind dynamisch und agil gestaltet und können leicht auf neue Entwicklungen adaptiert werden. Erarbeitet wurde Strategie von einem Projektkernteam aus Fachmitarbeitenden mit externer Begleitung durch Pfiffner Beratung GmbH.
Zudem konnte auf die Mitwirkung von Partnerinnen und Partner des Netzwerks altersfreundliches Frauenfeld, der Fachkommission für Alters- und Generationenfragen, den Gemeinderatsmitgliedern, dem Stadtrat, der Bevölkerung sowie der Fachhochschule Ost gezählt werden. Die Altersstrategie ist ab sofort gültig und richtet sich an Fachorganisationen, Institutionen, die Bevölkerung aller Generationen sowie interne Stellen als Wegweisung.










