15,7 Millionen für neue Rothenburgstrasse
Der Kanton Luzern plant den Umbau der Rothenburgstrasse in Emmenbrücke: mehr Platz für Bus, Velo und Fussgänger. Baustart ist ab 2028 vorgesehen.

Wie die Gemeinde Emmen mitteilt, will der Kanton Luzern die Rothenburgstrasse in Emmenbrücke umfassend erneuern: Mit einem Kredit von rund 15,7 Millionen Franken beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat grünes Licht für die Sanierung und Aufwertung im Abschnitt Kreisel Kapf bis Waldeggstrasse. Im Zentrum stehen Verbesserungen für den öffentlichen Verkehr sowie für den Fuss- und Veloverkehr.
Mit seiner Botschaft setzt der Regierungsrat den nächsten Meilenstein für eines der zentralen Verkehrsprojekte in Emmen-Nord. Die heutige Situation auf der Rothenburgstrasse ist angespannt: Täglich verkehren über 17’500 Fahrzeuge, gleichzeitig fehlt es an Velostreifen, sicheren Querungen und verlässlichen Busverbindungen. «Der Strassenraum ist stark auf den Autoverkehr ausgerichtet», hält die Staatskanzlei Luzern fest.
Genau das soll sich nun ändern. Das Projekt sieht vor, die Strasse gezielt zu verbreitern, um Platz für eine neue Busspur in Richtung Sprengi sowie durchgehende Velostreifen zu schaffen.
Auch die Bushaltestellen werden modernisiert und hindernisfrei ausgestaltet. Für Fussgänger entstehen sichere Übergänge auf Strassenniveau anstelle der heutigen Unterführungen.
Eng verzahnt mit dem Autobahnprojekt
Der Antrag des Regierungsrates ist eng mit einem zweiten Grossprojekt verknüpft: der geplanten Wiedereröffnung des Autobahnanschlusses Emmen-Nord durch das Bundesamt für Strassen (Astra). Künftig soll ein grösserer Teil des Verkehrs direkt über die Autobahn abgewickelt werden, was die Rothenburgstrasse spürbar entlasten dürfte.
Die beiden Vorhaben sind zeitlich aufeinander abgestimmt. Der Baustart für die Strassensanierung ist ab 2028 vorgesehen, parallel zur Umsetzung des Autobahnprojekts.
Mehr als nur eine Strassensanierung
Neben verkehrlichen Verbesserungen legt das Projekt auch Wert auf die Gestaltung: Neue Bäume und Grünflächen sollen die Rothenburgstrasse aufwerten und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Ergänzt wird die Sanierung durch einen lärmmindernden Belag.
Die Umsetzung hat jedoch auch Konsequenzen: Für die Verbreiterung der Strasse wird teilweise privates Land benötigt, zudem müssen 13 private Parkplätze aufgehoben werden.
Bund beteiligt sich am Projekt
Die Neugestaltung ist Teil des Agglomerationsprogramms Luzern der 4. Generation. Der Bund beteiligt sich deshalb mit rund drei Millionen Franken an den Gesamtkosten. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich eineinhalb bis zwei Jahre.
Mit dem Kreditantrag bringt der Regierungsrat das Projekt nun in die politische Beratung. Der Entscheid liegt beim Kantonsrat.






