Vater

    Verurteilter Vater erhält Recht auf Videotelefonate mit Tochter

    Keystone-SDA Regional
    Keystone-SDA Regional

    Bern,

    In einem bemerkenswerten Urteil hat das Berner Obergericht entschieden, dass ein inhaftierter Mann regelmässig Videotelefonate mit seiner sechsjährigen Tochter führen darf.

    Prozess
    Im Betrugsprozess beantragte die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von mehr als vier Jahren für die Beschuldigte. (Archivbild) - keystone

    Ein Mann, der wegen Raubes und Körperverletzung in Untersuchungshaft sitzt, darf künftig regelmässig Videotelefonate mit seiner sechsjährigen Tochter führen. Das hat das Berner Obergericht entschieden und damit einen Entscheid der Staatsanwaltschaft korrigiert.

    Der Beschuldigte dürfe in seiner persönlichen Freiheit nicht stärker eingeschränkt werden, als es der Haftzweck sowie die Ordnung und Sicherheit in der Haftanstalt erfordere, heisst es in dem im Internet publizierten Beschluss.

    Der Mann darf demnach alle zwei Wochen ein 20-minütiges Videotelefonat mit seiner Tochter führen. In U-Haft sitzt er seit Juli 2023.

    Die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland hatte Videotelefonate mit dem Mädchen untersagt. Sie begründete dies mit der Verdunkelungsgefahr und dem aggressiven Verhalten des Mannes.

    Sowieso habe er schon länger nicht mehr im selben Haushalt mit der Tochter gelebt und könne Briefkontakte mit ihr pflegen.

    Anders sah es das Obergericht, es hiess die Beschwerde des Mannes teilweise gut. Die Beschwerdekammer habe die Verlängerung der U-Haft im November damit begründet, dass der Mann erneut straffällig werden könnte.

    Eine Verdunkelungsgefahr habe sie aber verneint. Zudem hätten sich die Delikte nicht gegen die Tochter gerichtet.

    Enges und gutes Verhältnis zum Vater

    Das Mädchen scheine – auch nach den Angaben der Mutter – ein enges und gutes Verhältnis zum Beschwerdeführer zu haben. Die Videotelefonate zu verweigern sei weder nötig noch zumutbar.

    Sie müssten allerdings überwacht werden, damit der Mann nicht unbeaufsichtigt mit anderen Personen sprechen und so eine Flucht oder ein Untertauchen planen könne.

    Über die vorgeworfenen Delikte werden in dem Beschluss keine näheren Angaben gemacht. Das Obergericht hält aber fest, dass der Mann Vorstrafen hat und ihm die Landesverweisung droht.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Campingfeuer Bella Italia
    «Fire! Fire!»
    Dealer
    1 Interaktionen
    Zu lange Knast

    MEHR VATER

    Lauperswil
    Lauperswil BE
    In Zürich
    Britney Spears
    25 Interaktionen
    Hat gezittert
    Rumer Willis Bruce Willis
    5 Interaktionen
    Demenz

    MEHR AUS STADT BERN

    Tierpark Bern Artenschutz
    Tierpark Bern
    Mad Pride Bern
    2 Interaktionen
    «Mad Pride» in Bern
    Flavia Wasserfallen
    15 Interaktionen
    Frauen-Fussball
    Rapperswil-Jona Lakers SC Bern
    Biel schlägt HCD