Rechtsstreit nach Formel-E-Rennen bringt Stadt Bern ins Schwitzen

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Bern,

Das Formel-E-Rennen im Jahr 2019 in Bern und das nachfolgende finanzielle Debakel bewegen die Gemüter noch immer.

Das Rennen der Formel-e in Bern lockte zehntausende Zuschauer an.
Das Rennen der Formel-e in Bern lockte zehntausende Zuschauer an. - sda - Keystone/ANTHONY ANEX

Nun sieht sich die Stadt mit einem Rechtsstreit konfrontiert, der sich auf die gesamte Veranstaltungslandschaft in der Schweiz auswirken könnte.

Das Formel-E-Rennen im Jahr 2019 wurde mit viel Pomp inszeniert, doch am Ende machten sich die Organisatoren quasi durch die Hintertüre davon – wenig später waren sie pleite. Firmen, die für den Anlass arbeiteten, blieben auf ihren Forderungen sitzen.

So auch die Baufirma Marti AG. Sie musste sich 225'000 Franken an den Hut stecken, wie die Tamedia-Blätter am Montag, 30. Januar 2023, berichteten. Dieses Geld will Marti nun von der Stadt Bern eintreiben, da bei der Renn-Organisatorin nichts mehr zu holen ist.

Marti beruft sich auf ein sogenanntes Bauhandwerkerpfandrecht. Die Stadt Bern ihrerseits sieht sich nicht in der Schuld. «Ein Veranstalter vergibt Aufträge an Dritte, und die Stadt soll dafür haften?

Wir können doch nicht geradestehen für etwas, das wir nicht unterschrieben haben», wird der Stadtberner Gemeinderat Reto Nause in einem Interview auf dem Online-Portal der Berner Tamedia-Blätter zitiert.

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