Jugendclub auf der Grossen Schanze

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Der seit geraumer Zeit geplante Jugendclub an der Berner Predigergasse wird nun doch nicht dort realisiert. Stattdessen soll das Lokal auf der Grossen Schanze betrieben werden.

Konferenztisch (Symbolbild)
Konferenztisch (Symbolbild) - Keystone

Gegen das Baugesuch des geplanten Jugendclubs an der Predigergasse in der Berner Altstadt gingen zahlreiche Einsprachen ein. Insbesondere die Anwohner auf der nördlichen Aareseite befürchteten Lärm.

Nach dem Abschluss des Mietvertrags mit der Grossen Schanze AG wird die Stadt das Baugesuch für die Predigergasse zurückziehen, wie die Berner Stadtregierung am Donnerstag mitteilte.

Vielfältige Nutzung möglich

Der Jugendclub auf der Grossen Schanze soll, wie ursprünglich vorgesehen, durch den Verein «Tankere» geführt werden. Die Jugendlichen im Verein engagieren sich seit fünf Jahren für einen Jugendclub in Bern.

Im Sommer 2018 übernahm die Stadt den damaligen Club Bonsoir in der Aarbergergasse als Zwischennutzung. Seit vergangenem Herbst wird dort vorübergehend ein Jugendclub betrieben.

Das ursprüngliche Konzept sieht jedoch eine vielfältigere Nutzung als nur einen Clubbetrieb vor. Vorgesehen ist ein Tages- und Nachtbetrieb. Zudem soll es Ateliernutzungen, Workshops, Kleinkunstevents und Treffmöglichkeiten ohne Konsumzwang geben.

Mit den nun auf der Parkterrasse auf der Grossen Schanze zur Verfügung stehenden Räumen sei diese vielfältige Nutzung möglich, schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung. Die Lokalität befindet sich an zentraler Lage oberhalb des Bahnhofs Bern.

Die Vermieterin, die Grosse Schanze AG, nimmt die Stadt in die Pflicht, für einen sicheren und geordneten Betrieb des Clubs. So soll insbesondere auch der Zugang zum Parkhaus nicht durch den Clubbetrieb beeinträchtigt werden.

Eröffnungstermin noch offen

Der Vertrag mit dem «Passion Club» läuft im September 2020 aus. Die Stadt Bern strebt eine möglichst umgehende Übernahme an. Ein fixer Übernahme- respektive Eröffnungstermin steht aber noch nicht fest.

Zuvor kommt das Geschäft noch ins Stadtparlament. Der bestehende Baukredit für die Predigergasse kann als nicht beansprucht abgeschrieben werden. Zugleich braucht es einen neuen Verpflichtungskredit für den Standort auf der Grossen Schanze.

Mit dem Jugendclub will die Stadt die Stadt ein bezahlbares Ausgeh-Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene schaffen. Nicht zuletzt soll dadurch der Brennpunkt Schützenmatte entlastet werden.

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