Heimpremiere der Skorps endet mit Niederlage in der Verlängerung

    Beim ersten Heimspiel im Forum Sumiswald BE verlor der UHV Skorpion Emmental gegen Zug United 3:4 nach Verlängerung. 113 Zuschauende sahen eine enge Partie.

    Unihockey
    Beim ersten Heimspiel im Forum Sumiswald BE verlor der UHV Skorpion Emmental gegen Zug United 3:4 nach Verlängerung. (Symbolbild) - zVg

    Vieles war neu an diesem Samstag, dem 19. September 2026! Die neue Saison startete für das neue Skorps-Team in der neuen Heimstätte, dem Forum Sumiswald. Einiges war altbekannt, wie zum Beispiel die Gegnerinnen aus Zug.

    Entsprechend war dieser Saisonstart für die Emmentalerinnen ein Paukenschlag und ein guter Gradmesser für die kommende Saison. Die Zugerinnen mit den namhaften Zuzügen von zwei Weltmeisterinnen wurden doch in aller Munde als Meisterschaftsfavoritinnen gehandelt.

    So gehörten die ersten paar Minuten des Spiels auch eben jenen starken Einzelspielerinnen in Blauweiss. Die Skorps verteidigten solidarisch und konnten hie und da mit schnellen Kontern Hinterfrau Holle prüfen. Das Spiel fand aber doch mehrheitlich in der Hälfte der Emmentalerinnen statt und so war es entsprechend dem Spielverlauf, als die von einer Verletzung zurückgekehrte Ratajova in der 10. Minute nach schöner Passstafette zum 1:0 traf.

    Keinesfalls eingeschüchtert, sondern vielmehr angestachelt, dribbelte Aline Marti zwei Minuten später an Rantanen vorbei, sodass sich diese nur noch mit einem bankstrafenwürdigen Foul zu helfen wusste. Das folgende Powerplay dauerte nur 24 Sekunden, bevor Dribblerin Marti dieses Mal als Vorbereiterin agierte und die freistehende Michelle Gerber lancierte. Die Powerverteidigerin versenkte direkt im Zuger Tor.

    Der Ausgleich tat dem Mut der Emmentalerinnen gut und obwohl Kapitänin Gerig noch vor dem Pausentee die erneute Führung für die Zugerinnen gelang, hatte das Heimteam Lunte gerochen.

    Im Mittelabschnitt gehörte die erste Szene den Skorps: Mit direktem Zug aufs Tor wurde Torschützin Gerber bereits nach wenigen Sekunden gefährlich. Das sollte der Auftakt zu einer starken Phase der Skorpioninnen werden. Durch ihr hartnäckiges Pressing kamen sie immer wieder zu Ballgewinnen und konnten in der Verteidigung der Zugerinnen Unsicherheit streuen.

    Ein solcher Ballgewinn wurde in Minute 24 von Corin Haldemann eiskalt zum Ausgleich ausgenutzt. Spätestens jetzt war die Partie lanciert! Die 113 Zuschauenden, die zu dieser Premiere in Sumiswald angereist sind, sahen im Mittelabschnitt ein sehr starkes Heimteam.

    Die Skorps liessen in der eigenen Zone wenig zu, den Rest klärte spätere Bestplayerin Töndury ohne Probleme, und sie erspielten sich offensiv sowohl durch frühe Ballgewinne als auch durch mutige Spielzüge Chancen. So war auch der nächste Treffer eine logische Folge dieser Ereignisse: Neo-Doppeltorschützin Haldemann traf nach tollem Ballgewinn von Siegenthaler und Vorbereitung von Neo-Skorpssöldnerin Strnadova zur 3:2 Führung. Dieses Resultat blieb bis zur zweiten Pause bestehen.

    Der Start in den Schlussabschnitt gelang beiden Teams hervorragend. Die Skorps, nun mit zwei Linien agierend, tauchten gleich mehrmals gefährlich vor Holle auf, sahen sich gleichermassen aber auch mit Defensivaufgaben vor Töndury beschäftigt. Ein abwechslungsreicher Schlagabtausch, der jetzt auch emotional etwas aufgeladen wurde und auf den Zuschauerrängen für Hochspannung und beste Unterhaltung sorgte.

    Strnadova fand eine Lücke in Holle‘s Tor nach einem Pressing-Ballgewinn. Die Skorps agierten sehr souverän und konnten die Führung tatsächlich vermeintlich ausbauen: Strnadova fand eine Lücke in Holle's Tor nach einem Pressing-Ballgewinn. Der Jubel war allerdings von kurzer Dauer, hatte der Unparteiische doch ein offensives Stockvergehen der Emmentalerinnen gesehen.

    Jetzt kamen die grossen Minuten von Ladina Töndury: Weil sich mehr und mehr kleine Fehler im Aufbauspiel der Skorps einschlichen, brauchte es die Schlussfrau gleich mehrmals mit ihren Heldentaten. Sie bestand diese alle mit Bravour, mit einer einzigen Ausnahme in der 59. Minute, als auch sie gegen Spichiger alleine vor dem Tor machtlos war: 3:3. Der Ausgleich war die Folge eines offensiven Schlussfuriosos der Zugerinnen. Die Gäste aus der Zentralschweiz konnten diesen Schwung gleich mit in die Verlängerung nehmen und sich bereits nach 2 Minuten im Zusatzabschnitt durch die letztjährige Ligatopscorerin Croneld den Zusatzpunkt sichern.

    Ein sehr ansprechender erster Auftritt der Skorpioninnen in der neuen Saison wurde leider nicht mit 3 Punkten gekrönt. Umso grösser ist der Hunger nun auf die nächsten Partien in Uri und zu Hause gegen die Riders, um daraus mit dem Punktemaximum hervorgehen zu können.

    Das nächste Heimspiel findet am Sonntag, 4. Oktober, um 17 Uhr im Forum Sumiswald statt. Das L-UPL Team freut sich über zahlreiche Unterstützung!

    Kommentare

    Weiterlesen

    Unihockey

    MEHR AUS EMMENTAL

    Langnau i. E. BE
    Langnau i. E. BE
    Kirchberg BE
    Kirchberg BE