Wissenschaftspreis 2026 geht an zwei Forscher gemeinsam
Der mit 20'000 Franken dotierte Wissenschaftspreis 2026 der Stadt Basel geht an die beiden Familienrecht-Experten Jonas Schweighauser und Joachim Schreiner.

Wie die Stadt Basel bekannt gibt, erhalten den Wissenschaftspreis der Stadt Basel 2026 gemeinsam Titularprofessor Dr. iur. Jonas Schweighauser und Dr. phil. Joachim Schreiner. Mit der Preisverleihung würdigt die Regierung eine über zwei Jahrzehnte gewachsene interdisziplinäre Zusammenarbeit der beiden Preisträger an der Schnittstelle von Familienrecht und Psychologie. Ihr gemeinsames Wirken hat nachhaltig in Forschung, Lehre und Rechtsanwendung gewirkt und das schweizerische Familienrecht geprägt.
Der Regierungsrat beschloss an seiner heutigen Sitzung, den Wissenschaftspreis der Stadt Basel 2026 an Prof. Dr. iur. Jonas Schweighauser und Dr. phil. Joachim Schreiner gemeinsam zu verleihen. Der Preis ist mit 20’000 Franken dotiert.
Mit dem Wissenschaftspreis der Stadt Basel zeichnet die Regierung seit 1960 herausragende Forschungspersönlichkeiten aus, die mit der Universität Basel und der Stadt Basel verbunden sind, und würdigt ihre wissenschaftlichen Leistungen.
Langjährige Erfahrung in Forschung und Praxis
Jonas Schweighauser (Jahrgang 1965) ist seit über drei Jahrzehnten als Rechtsanwalt im Familienrecht tätig. Er promovierte 1998 an der Universität Basel, lehrt seit 2002 als Lehrbeauftragter an der Juristischen Fakultät und ist seit 2017 Titularprofessor. Seine Vortrags- und Weiterbildungstätigkeiten an den Universitäten Basel und Zürich – häufig gemeinsam mit Joachim Schreiner – prägen die familienrechtliche Diskussion in der Schweiz.
Joachim Schreiner (Jahrgang 1962) promovierte 2001 an der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel. Bis 2024 war er Psychologischer Klinikleiter und Leiter der Fachstelle Familienrecht an der Klinik für Kinder und Jugendliche (UPKKJ) der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel.
Seit 2025 ist er selbständig tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der Supervision bei zivilrechtlicher Begutachtung, im Coaching von Fachpersonen, in der Weiterbildung sowie – gemeinsam mit Jonas Schweighauser – in der interdisziplinären Beratung. Seit 2009 hält er zusammen mit Jonas Schweighauser einen Lehrauftrag an der Juristischen Fakultät der Universität Basel.
Kindeswohl im Zentrum der Arbeit
Der Wissenschaftspreis 2026 ehrt das gemeinsame Werk von Jonas Schweighauser und Joachim Schreiner. Zugleich würdigt er ein Modell disziplinenübergreifender Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Recht und Psychologie, das im schweizerischen Familienrecht Massstäbe gesetzt hat.
Trennung und Scheidung gehören zu einschneidenden Erfahrungen im Leben von Kindern. Die Art und Weise, wie Kinder in solchen Situationen begleitet und geschützt werden, berührt unmittelbar die betroffenen Familien und mittelbar die Gesellschaft.
Jonas Schweighauser und Joachim Schreiner haben über zwei Jahrzehnte hinweg daran mitgearbeitet, die familienrechtliche Praxis auf ein interdisziplinär erweitertes wissenschaftliches Fundament zu stellen.






