Stadt Basel

    Basel: Mann versucht Frau (88) zu betrügen und wird festgenommen

    Am Montag wurde eine 88-jährige Frau beinahe Opfer von Telefonbetrügern. Dank einer Bankangestellten konnte der Betrüger festgenommen werden.

    Betrüger
    Eine ältere Frau am Telefon. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dank einer Bankangestellten wurde am Montag ein Betrüger in Basel festgenommen.
    • Der Mann hatte versucht, durch einen «Schocktelefon» eine 88-jährige Frau zu betrügen.
    • Die Kantonspolizei Basel-Stadt mahnt zur Vorsicht.

    Am Montag, kurz vor 19.30 Uhr, hat die Kantonspolizei Basel-Stadt einen mutmasslichen Betrüger angehalten und im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt festgenommen.

    Dem 35-Jährigen hätte nach einem so genannten «Schocktelefon» – eine der Maschen der Telefonbetrüger – Geld übergeben werden sollen.

    Die Staatsanwaltschaft wird dem Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft beantragen.

    Ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft zufolge hatte eine 88-jährige Frau zuvor den Anruf eines angeblichen Polizisten erhalten.

    Eine Bankangestellte wurde misstrauisch

    Dieser teilte ihr mit, ihr Sohn habe einen Unfall verursacht und dabei eine Frau angefahren. Sie müsse nun eine Kaution entrichten.

    Als die Frau auf einer Bank Geld abheben wollte, wurde eine Bankangestellte misstrauisch und verständigte einen Verwandten. Dieser alarmierte die Polizei.

    festnahme
    Gegen 41 Festgenommenen, darunter 20 Paare, mit eritreischer, afghanischer, somalischer und schweizerischer Herkunft laufen nun mehrere Strafverfahren wegen Betrugs. (Festnahme, Symbolbild) - keystone

    Dank der guten Reaktion gelang es im weiteren Verlauf, den mutmasslichen Betrüger – ein tunesischer Staatsbürger – festzunehmen. Nähere Angaben kann die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen.

    Besonders ältere Menschen werden Opfer von Betrügern

    In den vergangenen Tagen haben mehrere, nicht nur ältere Personen Anrufe von Betrügern erhalten – oft nach der oben geschilderten Masche, zuweilen mit abgewandeltem Vorgehen.

    Telefonbetrüger
    Telefonbetrüger machen wieder die Runde. (Symbolbild) - keystone

    Diese Personen teilten ihnen mit, dass sie Ziel eines Einbruches seien, dass ein Angehöriger in einen tödlichen Unfall verwickelt sei oder dass sie bei ihrer Bank beinahe Opfer von falschen Abbuchungen geworden seien.

    Die Anrufer gaben sich als Kriminalbeamte und Polizisten oder als Sicherheitsverantwortliche von Banken aus.

    Immer wieder sind die Betrüger erfolgreich

    In vielen Fällen fielen die Opfer nicht auf den Betrugsversuch herein und meldeten sich bei der Kantonspolizei. In einzelnen Fällen gelang es den Betrügern mit ihrer perfiden Masche, ihre Opfer so stark unter Druck zu setzen, dass diese Geld oder Wertsachen übergaben.

    Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt erinnert daran, dass die Polizei nie jemanden auffordert, Geld bei einer Bank oder einem Finanzinstitut abzuheben.

    Sie verlangt auch nicht, dass man ihr Geld oder Schmuck oder andere Wertgegenstände aushändigt.

    Bei Verdacht ist immer der Notruf 117 zu wählen

    Bei den geringsten Zweifeln, ob es sich bei einer Anruferin oder einem Anrufer um echte Polizisten handelt, ist unverzüglich über den Notruf 117 Kontakt mit der Kantonspolizei Basel-Stadt aufzunehmen.

    Weitere Tipps zur Prävention und Empfehlungen finden sich im Flyer der Kantonspolizei BaselStadt zu dieser Betrugsmasche und auf der thematischen Webseite der Kantonspolizei Zürich.

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