Solarstrom teilen: Infoanlass zeigt neue Möglichkeiten

    Naturpark Thal
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    Rund 60 Personen informierten sich am Anlass «Solarstrom gemeinsam nutzen» des Naturpark Thal im Pfarreiheim Balsthal über Modelle des Teilens von Solarstrom.

    Naturpark Thal Infoanlass Solarstrom
    Loris von Allmen von der BKW Energie AG erklärte die Modelle ZEV, vZEV und LEG für die gemeinsame Nutzung von Solarstrom. - zVg

    Solarstrom lokal teilen statt nur selbst verbrauchen: Diese Möglichkeit stösst auch im Thal auf Interesse, wie der Naturpark Thal schreibt.

    Rund 60 Personen informierten sich am Anlass «Solarstrom gemeinsam nutzen» des Naturpark Thal im Pfarreiheim Balsthal über Modelle wie ZEV, vZEV und Lokale Elektrizitätsgemeinschaften.

    Fachpersonen von BKW AG, Primeo Energie zeigten, was heute möglich ist und worauf bei der Umsetzung zu achten ist.

    Viele Modelle des Energieteilens noch nicht geläufig

    Im Zentrum standen der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch, kurz ZEV, der virtuelle Zusammenschluss zum Eigenverbrauch, kurz vZEV, und die Lokale Elektrizitätsgemeinschaft, kurz LEG.

    Was hinter den Modellen steckt, ist vielen noch nicht geläufig.

    Der Infoanlass ordnete sie deshalb anhand konkreter Anwendungen ein: von der gemeinsamen Nutzung innerhalb einer Liegenschaft über das Teilen von Solarstrom mit Nachbarn bis zur lokalen Stromgemeinschaft für Gemeinden oder Industriezonen.

    Solarstrom teilen: vom passenden Modell zur konkreten Lösung

    Loris von Allmen von der BKW AG erklärte, welches Modell sich für welche Situation eignet.

    Ein ZEV ermöglicht die gemeinsame Nutzung von Solarstrom innerhalb einer Liegenschaft. Mit einem vZEV kann Solarstrom auch mit Nachbarliegenschaften geteilt werden, ohne dass eine neue private Leitung erforderlich ist. Eine LEG geht noch einen Schritt weiter und ermöglicht das Teilen von Strom innerhalb eines Quartiers oder einer Gemeinde.

    «Mit dem neuen Stromgesetz stehen heute verschiedene Modelle zur Verfügung, um Stromproduktion und Verbrauch stärker lokal zu verbinden. Entscheidend ist, die passenden Modelle zu kennen und sie richtig anzuwenden. Für viele Liegenschaften und Quartiere ergeben sich dadurch neue Chancen für die gemeinschaftliche Nutzung von Solarstrom», so Loris von Allmen.

    Frühzeitig mit dem Stromversorger offene Fragen klären

    Philipp Bösiger von Primeo Energie zeigte, worauf es bei der Umsetzung ankommt. Batteriespeicher würden günstiger und könnten je nach Ausgangslage bereits heute rasch rentabel sein. Entscheidend seien jedoch Produktion, Verbrauch, Speichergrösse, Abrechnung und die Abstimmung mit dem lokalen Stromversorger.

    Lösungen wie ZEV, vZEV oder LEG sollten deshalb frühzeitig mit dem Stromversorger geklärt werden, insbesondere die Frage, ob ein vZEV mit Nachbarliegenschaften möglich ist.

    Bei der Umsetzung und Abrechnung können spezialisierte Dienstleister unterstützen.

    Realitätsnahe Simulation zeigt Einsparmöglichkeiten

    André Hirschi ebenfalls von Primeo Energie zeigte anhand einer realitätsnahen Simulation auf, dass die Gemeinde Laupersdorf durch die Bildung einer Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) für ihre Gemeindeliegenschaften bereits heute jährlich bis zu 20 Prozent der Energiekosten einsparen könnte.

    Nach seiner Einschätzung sind LEGs insbesondere dann wirtschaftlich attraktiv, wenn die mit Photovoltaikanlagen ausgestatteten Gebäude einen hohen Eigenverbrauch aufweisen und überschüssige Energie an weitere Gemeindeliegenschaften abgegeben wird.

    Zusätzliche Vorteile ergeben sich, wenn die LEG durch Gebäude von Einwohnern ergänzt wird, sodass möglichst viel der lokal produzierten Energie vor Ort genutzt und die Rücklieferung ins öffentliche Netz minimiert werden kann.

    Fragerunde zeigt: Für viele ist das Thema schon konkret

    Die Fragerunde am Ende zeigte, wie konkret das Thema für viele Teilnehmende bereits ist: Im Zentrum standen eigene Liegenschaften, Gemeindebauten und mögliche Zusammenschlüsse.

    Patrick Zellweger, Naturpark Thal, und Edgar Kupper, Ausschuss Energie, organisierten und moderierten den Anlass.

    Für den Naturpark Thal bestätigte der Abend das grosse Interesse an gemeinsam genutztem Solarstrom. Nun gilt es, passende Modelle sorgfältig zu prüfen und frühzeitig mit den zuständigen Partnern abzustimmen.

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