FC Baden verspielt 2:0-Führung in der Nachspielzeit
Der FC Baden gibt gegen Taverne eine 2:0-Führung aus der Hand und verliert nach zwei späten Gegentoren noch mit 2:3.

Wie der FC Baden mitteilt, hatte der FC Baden gegen die AC Taverne sehr gut begonnen, führte nach etwas mehr als zehn Minuten durch Tore von Alessandro Barletta und Giovanni La Rocca mit 2:0.
Die Ausgangslage war jedes Mal dieselbe. Zweimal eroberte Noah Probst den Ball. Beim ersten Mal wurde er direkt an der Strafraumgrenze gefoult. Den Freistoss von Ensar Huruglica wehrte Goalie Salvatore Di Chiarra zwar ab, aber direkt vor die Füsse von Barletta. Der fackelte nicht lange.
Bei Tor Nummer zwei spielte Probst steil auf Davide Giampà, der Captain legte noch quer auf La Rocca und der erzielte sein erstes Tor für den FC Baden. Es lief gut, es boten sich noch weitere Chancen, um schon früh das Spiel wohl zu entscheiden.
Doch Mitte der ersten Halbzeit kam der erste Schock. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld rutschte Simon Tschopp im Zweikampf mit seinem Gegenspieler aus, der brachte den Ball zum freistehenden Arthur Diniz und der erzielte den Anschlusstreffer.
Wenig Erbauliches nach der Pause
Nach der Pause war es mit der Badener Herrlichkeit vorbei. Der bis dahin starke Probst musste mit einer Fussverletzung draussen bleiben. Das Aufbauspiel klappte nun nicht mehr, viele Ballverluste brachten die Gäste in Position. Sie waren nun etwas besser im Spiel als der FC Baden. Doch auch sie schlugen kein Kapital daraus. Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware.
Auch als Endrit Ukshini nach der zweiten Gelben Karte vom Platz musste, wurden die Tessiner bis auf eine Szene nicht viel gefährlicher. Und so schien es, als würde Baden den Vorsprung über die Zeit bringen, obwohl sich die Mannschaft immer weiter zurückzog und dem Gegner das Spieldiktat überliess.
Bis die Nachspielzeit schon angebrochen war. Da bewies der Tessiner Routinier Jonathan Sabbatini seine Klasse, knallte den Ball von halbrechts ins Netz. Doch das war noch nicht das Ende. Kurz nach Wiederanpfiff kam Gabriel De Donno im Zweikampf im Badener Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Alessio Auletta entschied auf Elfmeter. Den fälligen Penalty verwandelte De Donno selbst zum vielumjubelten Siegtreffer für Taverne.
«Eine ganz bittere Erfahrung»
Mit hängenden Köpfen schlichen die Badener vom Platz. Auch die Aufmunterung durch die Fans hinter dem Tor half da nichts mehr. «Das ist eine ganz bittere Erfahrung», brachte es Trainer Ivan Previtali auf den Punkt. «Zu passiv, zu wenig aktiv waren wir nach der Pause», erklärte er. So sei das nicht geplant gewesen. Aus der Deckung heraus sollte sein Team das dritte Tor über schnelle Angriffe suchen.
«Und dann müssen wir das Unentschieden mitnehmen», ärgerte sich der Trainer. Das 2:2 hätten sich die Tessiner ja verdient, sie seien nach der Pause schon besser gewesen. Damit wiederholte sich fast die Partie vor einem Jahr.
Damals hatte Diniz die Badener Führung in der 84. Minute ausgeglichen und Pietro Torricini in der 96. Minuten noch das Siegestor erzielt. Der Ärger, nicht das Unentschieden über die Zeit gebracht zu haben, war ähnlich gross wie dieses Mal.
Der FC Baden bleibt zwar in der Spitzengruppe der Liga, ist aber auf den fünften Platz zurückgefallen. Vier Punkte weniger als bei Spitzenreiter Tuggen stehen auf dem Konto, Taverne liegt nun einen Zähler vor Baden. Weiter geht es nun nächste Woche in Gossau, dann stehen gleich drei Heimspiele in Folge auf dem Programm. Zunächst ist im Cup der FC Wohlen zu Gast, dann kommen Widnau und Thalwil ins Esp.










