Baden: Starke Abwehr – Baden-Endingen schlägt Gossau 30:21

    HSG Baden-Endingen
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    Die HSG Baden-Endingen besiegte am Sonntagabend in Endingen AG den TSV Fortitudo Gossau 30:21 und übernimmt damit den zweiten NLB-Tabellenplatz.

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    Die HSG Baden-Endingen überzeugte gegen Gossau vor allem als geschlossenes Kollektiv. - zVg

    Die HSG Baden-Endingen setzt ein Ausrufezeichen. Gegen den bisherigen Tabellenzweiten TSV Fortitudo Gossau gewinnen die Aargauer am Sonntagabend deutlich mit 30:21 (15:9). Die Mannschaft von Trainer Aco Stević überzeugt dabei vor allem als geschlossenes Kollektiv.

    Eine konsequente 6:0-Abwehr, viel Einsatz und gegenseitige Unterstützung bilden die Grundlage für einen Sieg, mit dem Baden-Endingen die Ostschweizer in der Tabelle überholt und auf den zweiten Rang vorstösst.

    Es passte zum Auftritt der Gastgeber, dass nach 60 Minuten für einmal kein treffsicherer Rückraumspieler oder Flügel zum Best Player gewählt wurde. Die Auszeichnung ging an Captain und Abwehrspezialist Igor Čagalj. Gemeinsam mit seinen Nebenleuten war er das Herzstück einer Defensive, an der sich Gossau über weite Strecken die Zähne ausbiss.

    Die Thomann-Brüder schreiben die nächste Familiengeschichte

    Noch bevor sich die Baden-Endinger Defensive in den Mittelpunkt spielte, schrieb die Partie eine kleine Familiengeschichte. In der Vergangenheit standen für Endingen immer wieder Brüderpaare gemeinsam auf dem Spielfeld. Spuler, Keller, Eggenberger, Riechsteiner und Huwyler gehören zu dieser Liste.

    Gegen Gossau setzten Janis und Cedric Thomann diese Tradition für Baden-Endingen fort.

    Passenderweise war es der jüngere Janis, der das erste Tor des Abends erzielte. Weniger erfreulich verlief für ihn die vierte Spielminute. Für ein harmloses Abdrängen kassierte er früh eine Zeitstrafe.

    Es sollte nicht die einzige Unterzahl für die Gastgeber bleiben. Bis zum 4:4 in der 13. Minute musste Baden-Endingen bereits drei Zeitstrafen verkraften und spielte während rund der Hälfte der Anfangsphase mit einem Mann weniger.

    Davon liess sich die Mannschaft allerdings nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: Mit zunehmender Spieldauer griffen die Rädchen in der Defensive immer besser ineinander.

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    Die Statistik zur Partie gegen den TSV Fortitudo Gossau. - zVg
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    Starke Abwehr – Baden-Endingen schlägt Gossau 30:21. - zVg
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    Starke Abwehr – Baden-Endingen schlägt Gossau 30:21. - zVg

    Eine Abwehr als Fundament des Erfolgs

    Nach dem 4:4 übernahm Baden-Endingen die Kontrolle über die Partie. Die grossgewachsene 6:0-Deckung stand kompakt, verschob konsequent und zwang die Gossauer Angreifer immer wieder in schwierige Situationen. Die Ostschweizer fanden kaum noch ein Durchkommen.

    Dabei wurde deutlich, wie gut die Mannschaft die taktischen Vorgaben von Trainer Stević mittlerweile verinnerlicht hat. Die Spieler arbeiteten füreinander, halfen sich gegenseitig aus und investierten viel in jeden einzelnen Zweikampf. Es war weniger die Leistung einzelner Akteure als vielmehr das Zusammenspiel des gesamten Abwehrverbunds, das Gossau vor grosse Probleme stellte.

    Davon profitierte auch Torhüter Bachmann. Hinter der stabilen Defensive konnte er seine Qualitäten bestens ausspielen und kam auf eine starke Abwehrquote von 39 Prozent. Abwehr und Torhüter ergänzten sich – und Baden-Endingen zog davon.

    Aus dem 4:4 wurde innerhalb von zwölf Minuten ein 12:6. Bis zur Pause verteidigten die Gastgeber diesen Sechs-Tore-Vorsprung und gingen mit einem komfortablen 15:9 in die Kabine.

    Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Defensive unter der Regie von Čagalj zunächst das stabile Fundament. Baden-Endingen hatte die Partie unter Kontrolle, bis eine Unterzahl den Spielfluss der Gastgeber vorübergehend störte. Bühler wurde in der 44. Minute nach einem leichten Kontakt für zwei Minuten auf die Bank geschickt.

    Gossau nutzte die Situation konsequent und verkürzte mit vier Toren in Folge auf 20:17. Plötzlich war wieder Spannung in der Aue.

    Baden-Endingen antwortet als Mannschaft

    Die Reaktion auf diese heikle Phase war vielleicht die stärkste Aussage dieses Abends. Baden-Endingen wurde nicht nervös, sondern rückte noch enger zusammen. Die Gastgeber fanden zurück zu ihrer konsequenten Abwehrarbeit und erstickten die aufkommende Hoffnung der Ostschweizer rasch.

    Symbolfigur der starken Defensive war Captain Igor Čagalj. Der Abwehrspezialist erzielte zwar auch drei Tore, seinen grössten Wert hatte er an diesem Abend aber dort, wo erfolgreiche Defensivarbeit nicht immer vollständig in der Statistik sichtbar wird. Mit seiner Präsenz im Zentrum hatte er entscheidenden Anteil daran, dass Baden-Endingen nur 21 Gegentreffer zuliess. Die Auszeichnung zum Best Player war deshalb verdient.

    Noch wichtiger als jede individuelle Ehrung war jedoch die geschlossene Teamleistung: Baden-Endingen arbeitete füreinander und setzte die Vorgaben von Trainer Stević mit viel Einsatz um. Diese Geschlossenheit war die Grundlage für den klaren Erfolg – und sie zeigt, dass die Arbeit von Trainer Stević zunehmend Früchte trägt.

    Mit dem 30:21 überholt Baden-Endingen den direkten Konkurrenten aus Gossau und übernimmt den zweiten Tabellenplatz. Lange feiern können die Aargauer den Erfolg allerdings nicht. Bereits am Freitag, 9. Oktober, wartet die nächste Aufgabe.

    Im 1/16-Final des Schweizer Cups trifft Baden-Endingen auswärts auf den Liga-Konkurrenten BSV Stans. Anpfiff in Stans ist um 20.30 Uhr.

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