Wie die Gemeinde Laufen-Uhwiesen berichtet, sind erneute Nachweise der Hasenpest bei Feldhasen im Zürcher Weinland aufgetreten.
Ein Feldhase sitzt in einem Feld
Ein Feldhase sitzt in einem Feld - dpa/AFP/Archiv

Erneute Nachweise der Hasenpest bei Feldhasen im Zürcher Weinland zeigen, dass der Erreger nach wie vor in unserer Kulturlandschaft auftritt. Die Tularämie wird landläufig auch Hasenpest genannt. Es ist eine auf den Menschen übertragbare bakterielle Infektion, Zoonose.

Meistens betrifft die Krankheit kleine Nagetiere und Hasen. Tiere, die an der Hasenpest erkrankt sind, haben kein typisches Fluchtverhalten mehr. Sie sind sehr apathisch und haben keinerlei Scheu mehr vor Menschen.

Auch Menschen können an der Hasenpest erkranken

Infektionen des Menschen mit dem Erreger der Tularämie sind zwar sehr selten, aber sie kommen vor. Der Mensch kann sich durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder mit Ausscheidungen, Blut und Organen infizierter Wildtiere anstecken.

Auch eine Infektion durch Inhalation von erregerhaltigem Staub oder Zeckenstichen, ist möglich. Eine Übertragung von Menschen zu Menschen ist nicht bekannt.

Die Pest weist Grippeähnliche Symptome auf

Bei dem Erreger der Tularämie handelt es sich um ein Bakterium. Nach der Ansteckung, in der Regel nach drei bis fünf Tagen, tritt bei Menschen meist hohes Fieber auf.

Je nach Ausprägung des Erregers können auch Geschwüre oder eitrige Entzündungen, sowie Lymphknotenschwellungen entstehen. Zudem können Symptome wie Luftnot, Bauchschmerzen oder Durchfall hinzukommen.

Es sollten auf keinen Fall Wildtiere oder deren Kadaver berührt werden; die Hunde sollten sofort an die Leine genommen werden; mit nötigem Abstand sollte der Standort markiert werden; der örtlichen Jagdaufseher oder die Polizei sollte informiert werden;