Ostumfahrung: Umweltabklärungen sichern Naturschutz

Für die geplante Ostumfahrung in Altstätten laufen aktuell wichtige Umweltprüfungen. Trotz Verzögerungen beim Landerwerb bleibt das Projekt im Zeitplan.

Bodensondagen
Projektierung Ostumfahrung: Aktuell erfolgen verschiedene Umweltabklärungen entlang der geplanten Strecke. - Stadt Altstätten

Die Projektierung der Ostumfahrung schreitet weiter voran, berichtet die Stadt Altstätten. Aktuell erfolgen verschiedene Umweltabklärungen, um spätere Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen planen zu können. Gleichzeitig zeigt sich, dass einzelne Planungsschritte mehr Zeit benötigen als vorgesehen.

Die Landerwerbsverhandlungen werden deshalb nach aktuellem Stand erst gegen Ende 2026 aufgenommen. Das Projekt liegt jedoch weiterhin im Zeitplan.

Damit die Auswirkungen der Ostumfahrung auf Natur und Landschaft sorgfältig beurteilt werden können, laufen derzeit verschiedene Untersuchungen vor Ort. Fachpersonen des Altstätter Büros OePlan erfassen und dokumentieren dabei Lebensräume heimischer Tiere und Pflanzen entlang der geplanten Strecke; darunter etwa Hecken und Gehölze sowie Gewässerbereiche wie den Baffles-Graben, den SBB-Graben und den Bahndamm.

Arbeiten mit Rücksicht auf Mensch und Natur

Zusätzlich werden an einzelnen Stellen mit einem Handbohrstock Bodensondagen entnommen. Die Untersuchungen zeigen den ökologischen Wert der betroffenen landwirtschaftlichen Flächen, den sogenannten Fruchtfolgeflächen.

Damit können spätere Ausgleichs- und Ersatzflächen geplant und berechnet werden. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben sind Fruchtfolgeflächen in gleicher Grösse und Qualität zu ersetzen.

Die Abklärungen vor Ort erfolgen für Boden und Natur so schonend und sorgfältig wie möglich. Dabei werden Bodenproben etwa erst nach dem Wiesenschnitt vorgenommen, um Beeinträchtigungen gering zu halten. Dafür benötigen Fachpersonen vereinzelt Zugang zu Grundstücken entlang der Strecke.

Planung braucht zusätzlich Zeit

Die Arbeiten am Bau- und Auflageprojekt verlaufen derzeit etwas langsamer als ursprünglich geplant. Gründe dafür sind vertiefte Abklärungen zur Linienführung sowie die enge Abstimmung mit kantonalen Fachstellen und der SBB.

Daher finden die Landerwerbsverhandlungen nach aktuellem Stand frühestens Ende 2026 statt. Gleichzeitig bleibt das Projekt im Hinblick auf das Agglomerationsprogramm der 5. Generation weiterhin im Zeitplan.

Sorgfältige Planung für die Zukunft

Die Ostumfahrung ist ein wichtiges Projekt des Masterplans FREI | RAUM und soll Altstätten als attraktiven Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort stärken. Dabei gilt es, die Bedürfnisse von Natur, Landwirtschaft, Siedlungsentwicklung und Verkehr sorgfältig aufeinander abzustimmen. Die laufenden Umweltabklärungen bilden dafür eine wichtige Grundlage.

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