Nach 17 Monaten Bauzeit – Geschiebesammler fast fertig
Im Gebiet Weidest in Altstätten SG sind die Arbeiten am neuen Geschiebesammler fast beendet. Am letzten Freitag feierten die Beteiligten das Aufrichtfest.

Nach rund 17 Monaten Bauzeit sind die Hauptarbeiten am neuen Geschiebesammler Weidest fast abgeschlossen. Mit einem Aufrichtfest bedankten sich die Verantwortlichen der Stadt am letzten Freitag bei allen, die am Hochwasserschutzbauwerk mitgearbeitet haben.
Seit dem Baustart im Juni hat sich im Gebiet Weidest einiges bewegt. Für den neuen Geschiebesammler wurden rund 56’570 Tonnen oder 35’357 Kubikmeter Material ausgehoben. Das entspricht rund 2’357 Lastwagenladungen. Zudem wurden 65 Tonnen Stahl zur Verstärkung der Bauwerke und 1’500 Kubikmeter Beton verbaut.
«Die Zahlen zeigen eindrücklich, was hier in den vergangenen zwei Jahren geleistet wurde», sagte Othmar Fischlin, Präsident der Bachkommission. «Ein solches Bauwerk ist nur möglich, wenn viele Beteiligte Hand in Hand arbeiten.» In seiner Rede am Aufrichtfest betonte er die gute Zusammenarbeit und dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz. Besonders erfreulich sei, dass die Arbeiten bisher planmässig und unfallfrei verlaufen seien.
Trockener Sommer erleichterte die Arbeiten
Auch das Wetter trug zum guten Bauverlauf bei. Der sehr trockene Sommer 2026 erleichterte insbesondere die Aushubarbeiten im Geschiebesammler. Der niedrige Wasserstand im Brendenbach ermöglichte zudem, die Betonsperren zügig zu schalen und zu betonieren.
Wenn das Wetter weiterhin mitspielt, soll das Hochwasserschutzprojekt Ende November 2026 abgeschlossen sein.
Mehr Rückhalt für Geschiebe und Schwemmholz
Der neue Geschiebesammler ist Teil der Hochwasserschutzmassnahmen am Brendenbach. Bei einem Hochwasser kann er bis zu 12’000 Kubikmeter Geschiebe und Schwemmholz aufnehmen. Damit wird verhindert, dass grosse Mengen Material weiter bachabwärts transportiert werden und dort Brücken und Durchlässe verstopfen. Zusammen mit dem bestehenden Kiesfang Obermüli trägt der neue Sammler dazu bei, das Siedlungsgebiet wirksam vor Hochwasser zu schützen.










