Altdorf (UR)

    2022 wurden im Kanton Uri 58 Nutztiere von Wölfen gerissen

    Keystone-SDA Regional
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    Uri,

    Die Halter der Tiere erhielten vom Staat für den entstandenen Schaden 32'375 Franken, wie es im «Jahresbericht Wolf Uri 2022» vom 24. Januar 2023 heisst.

    Wolf Tierschutz Referendum
    Ein junger Wolf hat innerhalb eines Monats Hunderte Kilometer durch die Alpen zurückgelegt und dabei Italien und Österreich durchquert. (Symbolbild) - CHWolf

    Zwischen Mai und September 2022 wurden 52 Schafe und sechs Ziegen von Wölfen getötet. 36 Tiere riss der Wolf auf vier Alpen im Gebiet der Gemeinde Wassen. Dazu kamen vier weitere Alpen in Unterschächen, Göschenen, Isenthal und Andermatt.

    Die Risse hätten sich in ungeschützten und nicht zumutbar schützbaren Situationen sowie im Projektgebiet «Alpkonzept Oberes Reusstal» ereignet, heisst es in dem Jahresbericht.

    Das Projekt «Alpkonzept Oberes Reusstal» läuft seit 2017. Dessen Ziel ist es, die weidenden Tiere in den abgelegenen und schwer zugänglichen Alpen zu schützen. Solange das Konzept noch nicht vorliegt, gelten die Herden im Projektgebiet als geschützt.

    Im Mai und August 2022 gaben die Urner Behörden je einen Wolf, der viele Nutztiere gerissen hatte, zum Abschuss frei. Das Raubtier kam beide Male mit dem Leben davon.

    Die Halter wurden vom Staat entschädigt

    Die Abschussbewilligung galt jeweils nur für ein bestimmtes Gebiet und während längstens 60 Tagen. Die beiden Abschussverfügungen hätten Kosten von rund 50'000 Franken verursacht, heisst es im Bericht.

    Halter von gerissenen Nutztieren erhalten vom Staat eine Entschädigung. Diese wird für die Risse sowie für die Bergung und Entsorgung der gerissenen Tiere ausbezahlt. Insgesamt beliefen sich die im Kanton Uri ausbezahlten Entschädigungen auf 32'375 Franken.

    Wenn es die Situation zulässt, versucht die Wildhut den Wolf, der ein Nutztier gerissen hat, mit Hilfe von DNS-Analysen zu bestimmen. 2022 gelang dies drei Mal.

    Drei Wölfe aus italienischer Population

    Es handelte sich um die drei Männchen M252, M260 und M289. Sie gehören allen der italienischen Population an und wurden erstmals genetisch in der Schweiz nachgewiesen.

    Aufgrund von DNS-Entnahmen der Wildhut an gerissenen Nutztieren konnten drei Wölfe individuell bestimmt und der italienischen Population zugeordnet werden. Diese drei Wölfe sind erstmals in der Schweiz nachgewiesen worden

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