Zurich zahlt Busse wegen Hilfe zu Steuerhinterziehung

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    Der Versicherungskonzern Zurich zahlt in den USA eine Busse von 5,1 Millionen Dollar.

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    Der Versicherungskonzern Zurich will die Hotels von Thomas-Cook-Reisenden anzahlen. - sda

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zurich zahlt in den USA eine Busse von 5,1 Millionen Dollar.
    • Der Versicherungskonzern verkaufte Produkte, die Kunden zur Steuerhinterziehung nutzen.

    Der Versicherungskonzern Zurich zahlt in den USA eine Busse von 5,1 Millionen Dollar. Er hatte Versicherungsprodukte verkauft, die von US-Kunden zur Steuerhinterziehung genutzt wurden. Zurich hatte die Behörden selbst darüber informiert.

    Wie das US-Justizdepartement am Donnerstagabend mitteilte, hätten die Lebensversicherungstöchter Zurich Life und Zurich International Life in den Jahren 2008 bis 2014 rund 420 Versicherungspolicen für US-Kunden geführt, bei denen sie keinen Nachweis über eine Deklaration bei den Steuerbehörden erhielten.

    Die Policen hätten einen maximalen Wert von rund 102 Millionen Dollar gehabt.

    Aus Offshore-Banken

    Die Zurich habe gewusst oder hätte zumindest wissen müssen, dass sie mit diesen Policen US-Steuerzahlern geholfen hätten, nicht deklarierte Vermögen vor den US-Behörden zu verstecken. Die Lebensversicherungsgesellschaften hätten es versäumt sicherzustellen, dass ihre Produkte mit US-Steuergesetzen konform seien, schreibt das Justizdepartement.

    Speziell die Zurich International Life habe Versicherungsprodukte an US-Steuerpflichtige verkauft, deren Rückkaufswert an spezifische Investitionen gekoppelt waren. Damit habe man den Kunden eine Auswahl an speziellen Investitions-Optionen offeriert. In einigen Fällen seien die Versicherungsprodukte aus Offshore-Banken bezahlt worden.

    Eigene Untersuchungen

    Nach Beendigung des US-Steuerprogramms der Schweizer Banken habe die Zurich eine umfassende Untersuchung ihrer Lebensversicherungs-, Spar- und Pensionsprodukte durchgeführt. Im Juli 2015 habe der Versicherer dann das US-Justizdepartement informiert. Zurich selbst sei nie Ziel einer Untersuchung der US-Steuerbehörden gewesen. Seither habe die Zurich substanzielle Resultate der eigenen Untersuchungen an die Behörde gemeldet.

    Ausserdem habe die Gesellschaft auch mit Regulatoren ausserhalb der USA zusammengearbeitet. So habe die Zurich Life vom Schweizer Finanzdepartement die Erlaubnis für die Offenlegung gewisser Informationen an das US-Justizdepartement erhalten.

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