USA setzen auf Zoll-Konfrontation: Experten warnen vor Folgen

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

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    Die USA verhängen unter Donald Trump Strafzölle gegen Handelspartner. Experten warnen vor negativen Folgen für die globale Wirtschaft und raten zu Widerstand.

    USA Flagge Stahl
    Mit neuen Strafzöllen schaffen die USA aktuell Tatsachen. (Symbolbild) - Keystone

    Donald Trump setzt in seiner zweiten Amtszeit als Präsident der USA verstärkt auf Strafzölle als Druckmittel in der Handelspolitik. Anfang Februar verhängte er Zölle auf Importe aus Kanada, Mexiko und China.

    Die Zölle betragen 25 Prozent auf kanadische und mexikanische Waren sowie 10 Prozent auf chinesische Produkte. Nach Verhandlungen mit Kanada und Mexiko wurden die Zölle vorerst für einen Monat ausgesetzt.

    In seiner ersten Amtszeit hatte Trump zunächst mit Zöllen gedroht und dann verhandelt. Nun führt er die Zölle direkt ein und zeigt sich erst im Anschluss gesprächsbereit.

    Druck und Zwang

    Die Zollpolitik des US-Präsidenten wird von Experten scharf kritisiert. Wie der «Deutschlandfunk» berichtet, warnt die Wirtschaftsexpertin Ulrike Malmendier vor den Folgen:

    «Zölle sind in der Tat sein Lieblingswort, weil er erkannt hat, wie viel Macht er damit auf andere Länder ausüben kann.»

    Flaggen Mexiko USA Kanada
    Mit ihrer neuen Zollpolitik üben die USA maximalen Druck, insbesondere auf ihre Nachbarländer, aus. (Symbolbild) - Keystone

    Die neue Strategie der solle den Verhandlungsdruck erhöhen, erklärt auch John Plassard von der Bank Mirabaud gegenüber «Finanz und Wirtschaft». Trump wolle so bessere Konditionen für die USA erzwingen.

    Empfehlung zur Geschlossenheit

    Auch die französische Handelsexpertin Elvire Fabry sieht Trumps Zollpolitik kritisch. Sie warnt im «Spiegel» vor einer Eskalation des Handelskonflikts und betont die Notwendigkeit multilateraler Lösungen im globalen Handel.

    Sollte den USA gegenüber in Wirtschaftsfragen mehr Härte gezeigt werden?

    Fabry empfiehlt der EU, geschlossen aufzutreten und den Dialog mit den USA zu suchen. Gleichzeitig rät sie zu einer Diversifizierung der Handelsbeziehungen, um die Abhängigkeit vom US-Markt zu reduzieren.

    Schweiz indirekt von Zollentscheidungen der USA betroffen

    Auch die exportorientierte Schweizer Wirtschaft könnte in Mitleidenschaft gezogen werden. Das SRF zitiert Christoph Mäder, den Präsidenten des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse:

    «Eine kleine, offene Volkswirtschaft wie die Schweiz ist auf funktionierende Märkte angewiesen. Wir haben nicht die Möglichkeiten, uns an diesem Machtpoker der Grossmächte zu beteiligen.»

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    Christoph Mäder in dieser Woche bei der Economiesuisse Jahreskonferenz in Bern. - Keystone

    Direkte Strafzölle gegen die Schweiz hat Trump bisher nicht verhängt. Indirekte Auswirkungen durch die Schwächung des Welthandels seien laut Beobachtern aber wahrscheinlich.

    Kritik aus den USA

    Trumps Zollpolitik stösst selbst in den USA auf breiten Widerstand. So zitiert die «Tagesschau» beispielsweise den CNN-Experte Harry Enten:

    «Amerikaner sagen 'Nein, Nein, Nein' zu Zöllen, 51 Prozent wollen keine Einfuhrgebühren.» Sogar das konservative Wall Street Journal kritisiert die Massnahmen scharf.

    Matt Priest vom US-Einzelhandelsverband warnt laut «Tagesschau» vor steigenden Preisen für US-Konsumenten. Viele Konsumartikel aus China – etwa Elektronik, Spielzeug, Möbel oder Schuhe – könnten sich verteuern.

    Kommentare

    User #2383 (nicht angemeldet)

    Ach,,wer braucht schon Experten? Lasst diese Spezis zappeln wir brauche. Die nicht!

    User #4382 (nicht angemeldet)

    Ich finde es super, dass Trump das Bildungsministerium abschaffen will. Dies wird Europa aus der Rezession holen und die Europäer werden die Amis nun definitiv abhängen punkto Bildung. So werden bei uns qualifizierte Jobs geschaffen, die in den USA mit der tiefen Bildung der Personen nicht mehr besetzt werden kann. Thank you, Mr. Trump, for the eu golden age.

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