Unicredit von Commerzbank-Übernahme «weit entfernt»

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    Die italienische Grossbank Unicredit dämpft Erwartungen an eine baldige Übernahme der Commerzbank.

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    Unicredit nutzte den Teilrückzug des Bundes aus der Commerzbank für einen grösseren Einstieg – eine mögliche Übernahme ist politisch umstritten. (Archivbild) - dpa

    Der Vorstandsvorsitzende der italienischen Grossbank Unicredit hat Erwartungen an eine Übernahme der Commerzbank vorerst gedämpft. Andrea Orcel sagte dem US-Sender CNBC, man sei derzeit «weit entfernt» von einem konkreten Übernahmeangebot. Zunächst strebe die Bank eine «konstruktive Lösung» für den Widerstand aus der deutschen Politik an.

    Unicredit hatte im vergangenen Herbst den Teilausstieg des Bundes aus der seit der Finanzkrise 2008/2009 teilverstaatlichten Commerzbank genutzt, um im grossen Stil bei Deutschlands zweitgrösster Privatbank einzusteigen. Die mögliche Übernahme ist in Deutschland jedoch politisch umstritten.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellte sich am Dienstag in einem Brief an den Vorsitzenden des Commerzbank-Konzernbetriebsrats, Sascha Uebel, deutlich hinter das Institut. «Ich teile die Ansicht des Bundesministers der Finanzen, dass ein unabgestimmtes und unfreundliches Vorgehen wie das der UniCredit Group nicht akzeptabel ist», erklärte Merz. Die Bundesregierung setze auf eine «starke und unabhängige Commerzbank».

    Orcel: Kein Wert für unsere Investoren

    Orcel sagte dem CNBC, Unicredit sei ursprünglich eingeladen worden, ein Angebot abzugeben. Beim derzeitigen Kursniveau der Commerzbank sehe man jedoch «keinen Wert für unsere Investoren». Es gebe viel Aktivität, die darauf abziele, den Kurs künstlich oben zu halten, «aber wir sind geduldig», sagte Orcel. Die Bank sei mit dem bisherigen Gewinn aus der knapp 30-prozentigen Beteiligung zufrieden.

    Auch im Heimatmarkt steht Unicredit unter politischem Druck. Zwar hat die EU-Kommission kürzlich grünes Licht für die geplante Übernahme von Auslandstöchtern der italienischen Konkurrentin BPM gegeben. Unicredit ringt jedoch mit Auflagen der Regierung in Rom. Diese verlangt unter anderem, dass das Mailänder Institut sein Russland-Geschäft stärker zurückfährt.

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    Kommentare

    User #9002 (nicht angemeldet)

    Wieso muss die italienische Unicredit die zweitgrößte Bank von Deutschland übernehmen. Das ist nichts anderes als Wichtigtuerei. Woher hat die Unicredit das dazu nötige Geld?? Da stellen sich zahlreiche Fragen. Daneben ist die Unicredito extrem stark in Osteuropa bis nach Russland engagiert. Was hat dieses Institut in der Bundesrepublik verloren ?

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