Tech-Industrie bleibt im ersten Semester auf Talfahrt

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    Zürich,

    Die Schweizer Tech-Industrie leidet unter rückläufigen Umsätzen und Auftragseingängen.

    Tech-Industrie
    Im dritten Quartal 2024 reduzierten sich die Umsätze der Tech-Industrie im Vergleich zur Vorjahresperiode um weitere 2,4 Prozent. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

    Die Schweizer Tech-Industrie kommt zurzeit nicht vom Fleck: Umsatz und Auftragseingang haben im ersten Halbjahr 2024 weiter nachgegeben. Ein baldiger Aufschwung ist zudem nicht in Sicht, was nicht zuletzt am Nachbarland Deutschland liegt.

    «Die Erholung in der Tech-Industrie verzögert sich», überschreibt der Dachverband Swissmem eine Mitteilung vom Dienstag zum Geschäftsgang der Industrie im ersten Semester. So fielen die Auftragseingänge gegenüber der Vorjahresperiode um 3,3 Prozent zurück.

    Damit durchlebte die Branche das sechste Quartal in Folge mit im Vergleich zur Vorjahresperiode rückläufigen Auftragseingängen, so der Verband der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie sowie verwandten Technologiebranchen.

    Grossunternehmen stärker betroffen als KMU

    Gleichzeitig sanken die Umsätze um 5,1 Prozent. Von dieser Entwicklung seien Grossunternehmen stärker betroffen als KMU. Die Kapazitätsauslastung in den Betrieben erreichte im zweiten Jahresviertel noch 84,1 Prozent. Das langjährige Mittel beträgt laut Swissmem 86,2 Prozent.

    Die Güterausfuhren der Schweizer Tech-Industrie sanken von Januar bis Juni um 4,1 Prozent auf noch 34,6 Milliarden Franken. Enttäuschend sei insbesondere die Absatzentwicklung in den europäischen Märkten (EU -6,8 %), besonders schwach sei Deutschland (-8,4 %) ausgefallen.

    Probleme liegen in Deutschland

    «Zugespitzt formuliert, liegen die Probleme unserer Firmen in Deutschland, wohin rund ein Viertel der Exporte geht», fasst Swissmem-Direktor Stefan Brupbacher zusammen. Die Schweizer Tech-Industrie habe zwar kein strukturelles Problem – die Rezession im Nachbarland wirke sich aber zwangsläufig auf die Branche.

    Hingegen legten die asiatischen Absatzmärkte – allen voran China (+6,6 %) und Indien (+5,4 %) – gegenüber dem Vorjahressemester spürbar zu. Auch in die USA nahmen die Exporte zu (+2,3 %).

    Besserung erst für 2025 erwartet

    Dennoch: Besserung ist im laufenden Jahr noch nicht in Sicht. «Die Geschäftszahlen der Schweizer Tech-Industrie zeigen, dass sich die Erholung weiter verzögert», sagt Brupbacher. Hoffnungen setzt er in das nächste Jahr: «Ich gehe davon aus, dass 2025 eine Trendwende einsetzen wird».

    Gute Rahmenbedingungen seien für die Tech-Industrie umso wichtiger, meint der Verband. Denn schliesslich planten drei Viertel der Mitgliedsfirmen in den nächsten drei Jahren in der Schweiz zu investieren.

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