Für den Rückversicherer Swiss Re ist der Start ins Jahr 2022 holprig verlaufen. Weitere Kosten zur Corona-Pandemie, mehrere Naturkatastrophen sowie Rückstellungen zum Ukraine-Konflikt haben im ersten Quartal sogar zu einem hohen Verlust geführt.
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Der Hauptsitz der Rückversicherungs-Gesellschaft Swiss Re in Zürich. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Swiss Re verliert im ersten Quartal 248 Millionen US-Dollar.
  • Grund sind Corona-Kosten, Naturkatastrophen und Rückstellungen zum Ukraine-Konflikt.
  • Die Nettoprämien der Swiss Re nahmen um 4 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar zu.

Swiss Re Am Ende verblieb nach drei Monaten unter dem Strich ein Minus von 248 Millionen US-Dollar nach einem Gewinn im Jahr davor von 333 Millionen, wie Swiss Re am Donnerstag mitteilte. Damit schloss der Konzern etwas schlechter ab als von Analysten erwartet.

In der Sachrückversicherung (P&C Re) verschlechterte sich aufgrund der erhöhten Katastrophenlast und den Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg der Schaden-Kosten-Satz um 2,7 Prozentpunkte auf 99,3 Prozent. Ein Wert über 100 Prozent zeigt an, dass mit dem operativen Geschäft rote Zahlen geschrieben werden.

Im zweitgrössten Standbein, der Lebensrückversicherung (L&H Re), führten die nach wie vor zahlreichen Corona-Sterbefälle zu einem Verlust von 230 Millionen. Insgesamt ist die Swiss Re im Startquartal gewachsen: Die Nettoprämien der Gruppe nahmen um 4 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar zu.

Das erste Quartal sei ein schwieriges gewesen, wird Konzernchef Christian Mumenthaler in der Mitteilung zitiert. Der Einmarsch Russlands in die Ukraine sei ein Schock gewesen. «Obwohl die Situation in der Ukraine nach wie vor höchst ungewiss ist und wir nicht glauben, dass wir überdurchschnittlich exponiert sind, haben wir beschlossen, proaktiv und umsichtig Rückstellungen zu bilden.»

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