Swiss Life

    Swiss Life wächst nach Axa-Ausstieg aus Vollversicherung stark

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die Swiss Life ist im Jahr 2019 kräftig gewachsen und hat mehr Geld verdient. Die im Geschäft mit der Beruflichen Vorsorge (BVG) unüblich starke Zunahme überrascht nicht und hat mit dem Rückzug des grössten Konkurrenten Axa aus der Vollversicherung zu tun.

    Swiss Life wächst nach Axa-Ausstieg aus Vollversicherung stark. (Archiv)
    Swiss Life wächst nach Axa-Ausstieg aus Vollversicherung stark. (Archiv) - sda - KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Prämienvolumen der Swiss Life zog im vergangenen Jahr auf 23,0 Milliarden Franken an, wie die Gruppe am Freitag mitteilte.

    Das ist in Lokalwährungen gerechnet ein Plus von 22 Prozent. Besonders im Heimmarkt Schweiz und dort im Kollektivlebengeschäft schnellten die Einnahmen des Branchenprimus' in die Höhe.

    Der Grund dafür ist seit langem bekannt: Anfang 2019 stieg die Axa aus der besonders bei KMU beliebten Vollversicherung aus. Das Angebot bietet den Firmen in Vorsorgefragen einen Rundumschutz, auch bezüglich Anlagerisiken, und muss daher von den Anbietern mit genügend Kapital unterlegt werden.

    Im Kommissionsgeschäft zielt die Swiss Life seit Jahren auf stetiges Wachstum ab. Im letzten Jahr nahmen die in der Finanzberatung, dem Fondsgeschäft oder der Immobilienbewirtschaftung erwirtschafteten Erträge in Lokalwährungen um 16 Prozent zu und lagen bei 1,82 Milliarden Franken.

    Das Wachstum schlug auch auf die Ergebnisse durch: Der operative Gewinn stieg bereinigt und auf vergleichbarer um 10 Prozent auf 1,69 Milliarden Franken und unter dem Strich verblieb einem gegenüber dem Vorjahr 12 Prozent höherer Reingewinn von 1,20 Milliarden Franken. Analysten hatten im Vorfeld beim Betriebsergebnis mit einem etwas tieferen Wert gerechnet, der Reingewinn fiel wie erwartet aus.

    Am weiterhin soliden Geschäftsverlauf lässt die Swiss Life auch ihre Aktionäre teilhaben. Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat die Zahlung einer Dividende von 20 Franken je Aktie vor. Damit setzt die Gruppe die vom Management versprochene Steigerung der Ausschüttung nahtlos fort: 2019 wurden 16,50 Franken und in den beiden Jahren davor 13,50 respektive 11,00 Franken bezahlt.

    Zudem startet die Gruppe im März mit einem neuen Aktienrückkaufprogramm. Bis im Mai 2021 will die Swiss Life eigene Aktien im Umfang von rund 400 Millionen Franken erwerben.

    Swiss Life ist laut eigenen Angaben gut in das neue Unternehmensprogramm «Swiss Life 2021» gestartet. Die Gruppe sei diesbezüglich gut unterwegs, wird Konzernchef Patrick Frost im Communiqué zitiert.

    Mit der um einen 1,2 Prozentpunkte auf 10,8 Prozent gesteigerten Eigenkapitalrendite liegt die Swiss Life über dem langfristig anvisierten Zielbereich von 8 bis 10 Prozent. Und mit der auf gut 200 Prozent geschätzten Kapitalquote zum Swiss Solvency Tests (SST) scheint die Gruppe für stürmische Zeiten an den Finanzmärkten gerüstet zu sein.

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