Franken

    SNB kauft im zweiten Quartal Devisen im Umfang von 1,4 Mrd Franken

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat auch im zweiten Quartal wieder am Devisenmarkt interveniert. Allerdings fiel die Intervention wertmässig im geringeren Masse aus als im Vorquartal.

    Das SNB-Direktorium um Präsident Martin Schlegel greift bei Bedarf am Devisenmarkt ein. (Archivbild)
    Das SNB-Direktorium um Präsident Martin Schlegel greift bei Bedarf am Devisenmarkt ein. (Archivbild) - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

    Die SNB erwarb von April bis Juni Devisen im Gegenwert von 1,437 Milliarden Franken. Dies geht aus einer am Mittwoch publizierten Statistik zu den Devisengeschäften hervor. Die Notenbank gibt die Interventionen für ein bestimmtes Quartal jeweils am Ende des Folgequartals bekannt.

    Im Schlussquartal 2025 hatte die SNB erstmals seit zwei Jahren wieder Devisen verkauft, wenn auch mit 6 Millionen Franken in geringem Umfang. Über das Gesamtjahr 2025 wurden indes knapp 5,3 Milliarden Franken an Devisen erworben. Insbesondere im Anschluss an den Liberation Day von US-Präsident Donald Trump zu Beginn des zweiten Quartals intervenierten die Währungshüter in grösserem Stil.

    Im ersten Quartal 2026 intervenierte die SNB dann wieder etwas deutlicher am Devisenmarkt und erwarb von Januar bis März Devisen im Gegenwert von 3,94 Milliarden Franken.

    Die SNB kommentiert ihr Vorgehen am Devisenmarkt jeweils nicht. An der letzten geldpolitischen Lagebeurteilung sprach die Nationalbank nicht mehr von einer «erhöhten Bereitschaft» zu Devisenmarktinterventionen, sondern lediglich noch davon, dass sie «bei Bedarf» eingreifen wird. Der Grund dafür ist die deutliche Abwertung des Frankens.

    Gleichzeitig haben sich die Zinsdifferenzen zum Ausland ausgeweitet, was den Franken zusätzlich geschwächt hat. Einige Ökonomen sehen darin ein Zeichen dafür, dass die SNB weniger stark gegen eine Aufwertung des Frankens vorgehen muss und sich dadurch mehr Spielraum für Zinserhöhungen eröffnet. «Die SNB verfügt weiterhin über Devisenmarktinterventionen als Instrument, um auf den Franken und damit auf die importierte Inflation einzuwirken», sagte SNB-Chef Martin Schlegel vergangene Woche.

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