SNB dürfte im dritten Quartal Gewinn von 15 Milliarden ausweisen

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    Zürich,

    Das Ergebnis der Schweizerischen Nationalbank (SNB) dürfte im dritten Quartal 2020 stark von der Erholung der Aktienmärkte profitiert haben.

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    Die Schweizerische Nationalbank in Bern. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die SNB rechnet im dritten Quartal mit einem Gewinn von rund 15 Milliarden Franken.
    • Dabei profitierte die Nationalbank von der Erholung der Aktienmärkte im Sommer.

    Die Ökonomen der Grossbank UBS schätzen für die Periode von Juli bis September ein Plus von rund 15 Milliarden Franken. Nach einem Gewinn von 0,8 Milliarden im ersten Halbjahr wäre das für den Zeitraum von Januar bis September 2020 ein Überschuss von rund 16 Milliarden.

    Das dritte Quartal verlief gemäss der UBS im Vergleich zur ersten Jahreshälfte für die SNB relativ ruhig.

    Thomas Jordan
    Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB). - Keystone

    Die Wirtschaft in der Schweiz und in anderen europäischen Ländern erholte sich im Sommer von den Auswirkungen des Lockdowns. In der Folge legten auch die Aktienpreise gemäss UBS global um 6,5 Prozent zu. Die Experten der UBS gehen davon aus, dass die SNB auf ihrem Aktien-Portefeuille von rund 170 Milliarden Franken eine ähnliche Rendite erzielt hat.

    Gold gewinnt an Wert

    Unterstützt wurde das SNB-Ergebnis, das am kommenden Freitag (30. Oktober) veröffentlicht wird, auch von den steigenden Goldnotierungen. Diese sind in US-Dollar um über 6 Prozent geklettert. Allerdings gab gleichzeitig der US-Dollar nach, womit in Schweizer Franken der Kursgewinn noch halb so hoch ausfällt. Auf Goldbestände von 56 Milliarden Franken Ende Juni ergibt das aber einen Gewinn von rund 2 Milliarden.

    Des Weiteren dürften der SNB auch noch 4 Milliarden Franken an regelmässigen Einnahmen zugeflossen sein in Form von Zins- und Dividendenzahlungen sowie Negativzinsen.

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    Gold gilt in Krisenzeiten als sichere Wertanlage. - dpa

    Im Februar dieses Jahres haben sich das Finanzdepartement und die SNB auf neue Modalitäten bei den Gewinnausschüttungen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 geeinigt. Übersteigt die Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung den Wert von 40 Milliarden Franken, werden 4 Milliarden ausgeschüttet. Bei einer Ausschüttungsreserve von fast 100 Milliarden würde selbst ein Verlust wie in diesem Frühjahr (fast 40 Mrd) die maximale Ausschüttung für Bund und Kantone nicht gefährden, so die UBS weiter.

    Das Ergebnis der SNB ist bekanntlich vor allem eine Folge ihrer Geldpolitik. Um den Franken zu schwächen bzw. nicht zu stark werden zu lassen, hat die Nationalbank neben der Einführung der Negativzinsen vor allem ihre Devisenreserven in den vergangenen Jahren stark erhöht und damit Anleihen und Aktien in verschiedenen Währungen gekauft. Letztes Jahr hat sie damit einen Gewinn von 49 Milliarden Franken erzielt.

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