Schweizer Immobilienpreise steigen weiter
Wohneigentum in der Schweiz wird immer teurer. Im dritten Quartal 2026 stiegen die Preise gegenüber dem Vorquartal um 0,8 Prozent, innert Jahresfrist verteuerten sich Eigenheime um 3,9 Prozent.

Damit setzt sich der Preisanstieg am Schweizer Immobilienmarkt fort, wenn auch etwas langsamer als zuvor. Das zeigt der Private Real Estate Price Index des Immobilienberatungsunternehmens IAZI.
Bei Einfamilienhäusern legten die Preise von Juli bis September um 0,7 Prozent zu, bei Eigentumswohnungen um 0,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr verteuerten sich Wohnungen mit 3,9 Prozent stärker als Einfamilienhäuser mit 2,8 Prozent.
Gleichzeitig zeigen sich erste Bremsspuren. Die Zahl der beobachteten Eigenheimkäufe ging leicht zurück, ebenso das Wachstum des Hypothekarvolumens. Ein Grund dafür sind die hohen Kaufpreise: Trotz vergleichsweise günstiger Finanzierung können sich viele Haushalte Wohneigentum nur noch schwer leisten. Auch Banken sind bei Finanzierungen, bei denen das Haushaltsbudget knapp wird, zurückhaltender.
Anlageimmobilien besonders gefragt
Noch stärker steigen derzeit die Preise für Immobilien, die nicht selbst bewohnt, sondern als Geldanlage gekauft und vermietet werden. Dazu gehören etwa Mehrfamilienhäuser oder Gebäude mit Wohnungen und Geschäftsräumen.
Für solche Anlageimmobilien mussten Käufer im dritten Quartal 1,4 Prozent mehr bezahlen als im Vorquartal, wie der Investment Real Estate Price Index von IAZI zeigt. Innert eines Jahres stiegen die Preise um 4,5 Prozent.
Ein wichtiger Grund dafür sind die tiefen Zinsen. Die Schweizerische Nationalbank hat ihren Leitzins Ende September bei 0 Prozent belassen. Dadurch bleiben Immobilien für Anleger im Vergleich zu vielen anderen Anlagen attraktiv. Gleichzeitig sind auch die Finanzierungskosten weiterhin moderat: Zehnjährige Festhypotheken kosten laut IAZI rund 2 Prozent, Hypotheken mit variablem SARON-Zins etwas mehr als 1 Prozent.
Vorerst spricht wenig für eine grundlegende Trendwende. Zwar wächst die Nachfrage nach Wohnraum wegen der geringeren Zuwanderung weniger stark als in den vergangenen Jahren. Gleichzeitig wird aber weiterhin wenig gebaut.
Das zeigt sich auch bei den Leerständen. Die landesweite Leerwohnungsziffer sank per Anfang Juni zum sechsten Mal in Folge auf 0,9 Prozent. Von rund 45'000 leer stehenden Wohnungen und Häusern waren knapp 11'000 Eigenheime. Besonders knapp bleibt das Angebot bei Mietwohnungen.






