Schweizer Firmen bleiben bei Neueinstellungen zurückhaltend

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Zürich,

    Die Bereitschaft von Schweizer Arbeitgebern zur Einstellung von neuem Personal bleibt auf tiefem Niveau. Gleichzeitig gewinnen Kenntnisse im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) sowie sogenannte Soft Skills bei der Entlöhnung an Bedeutung.

    Firmen
    Die Bereitschaft von Schweizer Arbeitgebern zur Einstellung von neuem Personal bleibt auf tiefem Niveau.(Archivbild) - keystone

    Die von Manpower berechneten sogenannten Netto-Beschäftigungsaussichten (NEO) sind zwar (saisonber.) um einen Punkt auf +19 für das dritte Quartal 2026 gestiegen, bewegen sich damit aber weiterhin im Bereich des Fünfjahrestiefst. Zudem liegt der Wert für die Schweiz sieben Prozentpunkte unter dem internationalen Durchschnitt, teilte der Personaldienstleister am Dienstag mit.

    Schweizer Unternehmen verfügten zwar wieder über mehr Planungssicherheit, blieben angesichts einer schwächeren Nachfrage in wichtigen Exportmärkten aber vorsichtig, wird Manpower-Schweiz-Chef Eric Jeannerod in der Mitteilung zitiert.

    Der NEO ergibt sich aus dem Prozentsatz der Arbeitgeber, die einen Anstieg der Einstellungsaktivitäten erwarten, minus dem Prozentsatz der Arbeitgeber, die von einem Rückgang ausgehen. Die hiesige Umfrage basiert auf 581 Interviews, die im Monat April durchgeführt wurden. Die Auswirkungen des Iran-Kriegs sind damit erstmals enthalten.

    Eine ergänzende Umfrage zeigt derweil, dass KI-Kompetenzen zunehmend auch einen direkten Einfluss auf die Löhne haben. 56 Prozent der Schweizer Arbeitgeber geben an, für Fähigkeiten im Umgang mit Künstlicher Intelligenz einen Lohnaufschlag bezahlen zu wollen. Bei Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden sind es sogar 66 Prozent. Gleichzeitig bleiben auch menschliche Fähigkeiten gefragt: Besonders hoch bewertet werden etwa kritisches Denken und Problemlösungskompetenz.

    Auch für die Produktivität spielt KI laut der Befragung eine wichtige Rolle. 51 Prozent der Unternehmen geben an, dass sich der Einsatz von KI-Tools für tägliche Aufgaben in den vergangenen zwölf Monaten positiv auf die Gesamtproduktivität ausgewirkt habe. 43 Prozent führen Produktivitätssteigerungen auf KI-gestützte Prozessautomatisierung sowie auf Schulungen zur effizienteren Nutzung von KI-Tools zurück.

    «Technologische Kompetenzen gewinnen an Bedeutung, doch Unternehmen suchen weiterhin Menschen, die komplexe Probleme lösen, Verantwortung übernehmen und effektiv zusammenarbeiten können», so Manpower-Chef Eric Jeannerod. Die Zukunft gehöre nicht der KI allein, sondern der Kombination aus Technologie und menschlichen Fähigkeiten.

    Kommentare

    User #3262 (nicht angemeldet)

    Fachkräftemangel !!! Wo ???

    User #3926 (nicht angemeldet)

    Aber wir brauchen doch Fachkräfte, sagt die Politik, sonst geht die AHV unter und die KK Prämien steigen noch schneller!

    Weiterlesen

    Bergrettung
    67 Interaktionen
    «Wohlstand»
    Wetter
    29 Interaktionen
    19 Grad & Regen

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    In dieser Liegenschaft im Steinfels-Areal in Zürich-West soll die neue McDonald's-Filiale entstehen. - Jan Strobel
    2 Interaktionen
    Widerstand
    Zürich
    Zürich
    Greta Thunberg
    151 Interaktionen
    Sabotage
    2 Interaktionen
    Günstiger Wohnraum