Schweizer Baukonjunktur sinkt auf tiefsten Stand seit zwei Jahren

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    Zürich,

    Der Schweizer Bauindex sank im dritten Jahresviertel mit 138 Punkten auf einen Tiefstwert seit zwei Jahren.

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    Baukräne in einer Stadt. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweizer Baukonjunktur fällt auf einen Zwei-Jahres-Tiefstand.
    • Vor allem im Hochbau-Bereich wird ein grosser Rückgang erwartet.

    Für die Schweizer Bauwirtschaft zeichnet sich im dritten Quartal eine deutliche Pause ab. Der Schweizer Bauindex, der ein Frühindikator für die Umsatzentwicklung im laufenden Quartal ist, sank im dritten Jahresviertel auf 138 von 142 Punkten im Vorquartal. Das ist der tiefste Stand seit zwei Jahren.

    Während der Hochbau gegenüber dem Vorquartal um 5 Prozent sinken dürfte, wird für den Tiefbau ein gehaltenes Niveau erwartet. Damit zeichne sich eine vorübergehende Abkühlung ab, hiess es in einer Mitteilung der Credit Suisse (CS) am Mittwoch. Die Grossbank erhebt den Index zusammen mit dem Schweizerischen Baumeisterverband vierteljährlich.

    Nur temporärer Schluckauf

    Da eine gewisse Konsolidierung zu erwarten gewesen sei, halten die Experten es für verfrüht, in diesem Rückschlag mehr als einen «temporären Schluckauf» zu sehen.

    Dies ergebe sich schon aus dem praktisch unverändert hohen Niveau der gemäss Baugesuchen geplanten Investitionen im Vergleich zum Vorjahr. Zudem spreche auch das allgemeine Wirtschaftsklima für die Baubranche. Die konjunkturelle Dynamik schlage sich zunehmend in der Beschäftigung nieder, was dem Wirtschaftsbau zugutekommen sollte. Auch der wieder stärkere Franken senke den Spielraum für Leitzinserhöhungen und verschaffe der Bauindustrie damit eine Gnadenfrist.

    Hochbau schwächelt

    Für den Rückgang im Hochbau sind laut CS sowohl der Wirtschafts- als auch der Wohnungsbau verantwortlich. Der öffentliche Hochbau habe indes sein hohes Niveau gehalten. Die Überangebote auf dem Mietwohnungsmarkt dürften einige Investoren zu einer gewissen Zurückhaltung bewegen. Insgesamt blieben die Aussichten aber intakt.

    Beim Tiefbau halte die Tendenz zur Normalisierung an. Auch für die nächsten Quartale rechnen die Experten mit einer leicht rückläufigen Tendenz. Hierfür spreche die eher mässige Auftragslage aus den vergangenen Quartalen. Längerfristig seien aber auch hier die Aussichten intakt. Besonders das starke Bevölkerungswachstum der letzten Jahre habe zu einem hohen Investitionsbedarf etwa beim Strassennetz geführt.

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