Rubel fällt auf Tiefpunkt seit über einem Jahr

    Keystone-SDA
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    Der russische Rubel erlebt einen Kursverfall. Das soll mit der Verringerung des Handelsüberschusses seit Kriegsausbruch zusammenhängen.

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    Die Sanktionen wirken sich auf den russischen Rubel aus. - Pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Dollar kostet am Dienstag wieder mehr als 90 Rubel.
    • Der Kursverfall des Rubels hängt mit dem sinkenden Handelsüberschuss zusammen.
    • Trotz Kursverfalls soll keine Gefahr für die finanzielle Stabilität Russlands drohen.

    In Russland hat sich der Verfall der Landeswährung Rubel fortgesetzt. Erstmals seit Ende März 2022 – also kurz nach dem Kriegsausbruch – kostete der Dollar am Dienstag an der Moskauer Börse wieder mehr als 90 Rubel.

    Der Euro erreichte im Tagesverlauf einen Wert von zeitweise über 98 Rubel. Die russische Landeswährung liegt damit deutlich unter ihren Höchstständen vom Vorjahr.

    War der Rubel 2022 zunächst unmittelbar nach Beginn des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskriegs gegen die Ukraine eingebrochen, legte er später im Jahresverlauf stark zu. Ein Grund dafür waren auch die westlichen Sanktionen, die zunächst die Importe beschränkten, während der russische Export weiterlief.

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    Rubel-Wechselkurse zu Dollar und Euro - AFP

    Die russische Zentralbank verbot damals zeitweise den Kauf von Valuta und wies Exporteure an, ihre Fremdwährungseinkommen in Rubel zu tauschen. Dies führte zu einem Überangebot an Dollar und Euro und zur Aufwertung des Rubels. Zeitweise kostete ein Dollar nur noch 51 Rubel – soviel wie zuletzt 2015. Später hob die Zentralbank deswegen die Verpflichtung zum Dollarverkauf für Exporteure wieder auf.

    Exporteinnahmen gesunken

    Mit den Beschränkungen für den Ölexport und der Einführung eines Preisdeckels für russisches Öl sind allerdings 2023 die Exporteinnahmen Russlands gesunken. Der Kursverfall hänge eben mit der Verringerung des Handelsüberschusses zusammen, sagte die Vizezentralbankchefin Xenia Judajewa am Dienstag.

    Die aktuelle Entwicklung des Rubels stelle aber keine Gefahr für die finanzielle Stabilität des Landes dar, daher werde die Zentralbank auch vorläufig nicht Exporteure wieder dazu verpflichten, ihre Valuta zu verkaufen, sagte sie.

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