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    Pierer Mobility: Restrukturierung bei Tochter KTM

    Juli Rutsch
    Juli Rutsch

    Österreich,

    Die Pierer Mobility AG, Mutterkonzern von KTM, steht vor Herausforderungen: Eine umfassende Restrukturierung steht an.

    Pierer mobility ktm ag
    Die Pierer Mobility AG stellt Motorräder für KTM her. - Pixabay

    Am 14. November 2023 kündigte Pierer Mobility eine umfassende Restrukturierung seiner Tochter KTM an. Das Unternehmen strebt eine Überbrückungsfinanzierung in dreistelliger Millionenhöhe an.

    Hierzu führt es Gespräche mit dem Ankeraktionär Bajaj AG und bestehenden Finanzgläubigern. «Das Management sei derzeit dabei, die Finanzierung der KTM AG sicherzustellen», teilte Pierer mit.

    Pierer Mobility KTM AG
    Ziel sei es nun, die Liquidität von KTM zu sichern. - keystone

    Pierer Mobility versuche nun auch, seine Tochter KTM operativ wieder auf eine stabile Basis zu stellen.

    Operative Anpassungen bei Pierer Mobility

    Die Verhandlungen befinden sich noch in einem frühen Stadium. Pierer strebt ein Stillhalteabkommen mit den Finanzgläubigern an, um die Grundlage für die finanzielle Restrukturierung zu schaffen.

    Im Zuge der Restrukturierung plant Pierer Mobility weitere einschneidende Massnahmen: Die Lagerbestände sollen durch eine deutliche Reduktion der Produktionsmengen gesenkt werden. Dies betrifft sowohl die KTM AG als auch die Händler.

    Sollten wirtschaftlich wichtige Unternehmen stärker subventioniert werden?

    «Auch der Overhead-Bereich soll nochmals deutlich angepasst werden», heisst es in der Mitteilung. «Ab 2025 sollen dann Kosten und Absatz auf einem redimensionierten Niveau stabilisiert sein.»

    Vorausgegangene Gewinnwarnung

    Bereits im Oktober 2023 hatte Pierer Mobility eine Gewinnwarnung herausgegeben. Das Unternehmen prognostizierte: Es werde im laufenden Jahr bei Umsatz, Ergebnis sowie beim Abbau von Working Capital und Nettoverschuldung hinter den Erwartungen zurückzubleiben.

    Pierer Mobility AG
    Auch die Pierer Mobility AG hat mit den Folgen der weltweit schwierigen Wirtschaftslage zu kämpfen. (Symbolbild) - Pixabay

    Laut Finanznachrichtenagentur AWP machten die länger als erwartet anhaltenden schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Pierer zu schaffen. So stagniere die europäische Wirtschaft, der wichtige deutsche Markt befinde sich sogar in einer Rezession.

    Herausforderungen und Zukunftsaussichten

    Die aktuellen Entwicklungen bei Pierer Mobility und KTM werfen Fragen zur zukünftigen Ausrichtung des Unternehmens auf. Die Bank Vontobel äusserte sich kritisch zur Situation:

    «Die Unsicherheit um die Zukunft von Pierer sei zu gross», zitierte die Finanznachrichtenagentur AWP den Vontobel-Analysten Mark Diethelm. «Angesichts der bereits sehr hohen Schuldenlast nehme das Risiko zu, dass Pierer Schulden in Eigenkapital umwandeln müsse.»

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