Nestlé wehrt sich gegen neuen Prozess um illegale Abfalldeponien

    Keystone-SDA
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    Frankreich,

    Nestlé wehrt sich in Frankreich gegen einen neuen Prozess wegen illegaler Mülldeponien bei seinen Mineralwasser-Abfüllanlagen in den Vogesen. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern hat den obersten französischen Gerichtshof angerufen, wie ein Sprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP bestätigte.

    Nestlé
    Der Nestlé-Hauptsitz in Vevey - keystone

    Hintergrund ist der Entscheid eines Berufungsgerichts vom 17. September. Dieses hatte angeordnet, den Fall vor dem Strafgericht von Nancy neu aufzurollen. Dabei sollten auch Untersuchungen berücksichtigt werden, die im ersten Prozess im März wegen eines Formfehlers ausgeschlossen worden waren.

    Die Untersuchungen waren von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben worden und belasten Nestlé teilweise schwer. Sie zeigen unter anderem extrem hohe Mengen an Mikroplastik in Böden und Gewässern bei vier illegalen Mülldeponien. Im ersten Prozess waren dagegen nur Untersuchungen berücksichtigt worden, die Nestlé selbst eingereicht hatte.

    Sollte das oberste Gericht Nestlé recht geben, könnte das Strafgericht auf Grundlage des bereits im März verhandelten Falls entscheiden.

    Nestlé wird konkret vorgeworfen, illegale Deponien mit Kunststoffabfällen verwaltet zu haben. Nach Angaben der Kläger entspricht die Abfallmenge sieben Fussballfeldern, die zehn Meter hoch mit Müll bedeckt sind. Die Abfälle stammen aus den 1960er- und 1970er-Jahren und wurden vom damaligen Eigentümer der Anlagen abgelagert. Nestlé kaufte die Fabriken 1992.

    Nestlé verwies am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur AWP erneut auf die eigenen Untersuchungsergebnisse. Im Prozess habe Nestlé Waters Analysen von drei anerkannten beziehungsweise akkreditierten Laboren vorgelegt. Diese hätten gezeigt, dass die betroffenen Wasserbrunnen keine Mikroplastikverschmutzung aufwiesen.

    Zudem seien die meisten der historischen Mülldeponien in den Vogesen bereits saniert worden, erklärte der Konzern. Bei den drei verbleibenden Standorten sei die Sanierung aufwendiger. Nestlé Waters sei bereit, die Abfälle zu entfernen, sobald die zuständigen Behörden die Arbeiten genehmigten. Die Beschwerde vor dem obersten Gericht ändere nichts an dieser Verpflichtung.

    Kommentare

    User #1957 (nicht angemeldet)

    Kann man da mal Bilder bekommen von diesen Illegalen Deponien? Würde mich doch sehr Interessieren. So das man sich selbst ein Bild machen kann.

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