Nestlé und Gerber in Texas verklagt wegen Schwermetallen in Nahrung
Nestlé und seine US-Tochter Gerber sind in den USA verklagt worden. Der Generalstaatsanwalt von Texas, Ken Paxton, wirft den Unternehmen vor, texanische Eltern über giftige Schwermetalle in Gerber-Babynahrung getäuscht zu haben.

Die Klage wurde am vergangenen Freitag beim Bezirksgericht von Collin County in Texas eingereicht, wie aus der Klageschrift hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AWP vorliegt. Darin heisst es, dass Gerber von 2017 bis 2019 Produkte mit zu hohen Schwermetallwerten verwendet habe.
So sei in Reismehl mehr als das Neunfache des erlaubten Arsenwerts vorhanden gewesen. Die Karotten hätten 17-mal zu viel Kadmium enthalten und die Süsskartoffeln das Zehnfache des erlaubten Bleigehalts. Gerber habe die Produkte selten auf Quecksilber getestet, hiess es in der Anklageschrift.
Zudem habe Gerber eher die Inhaltsstoffe getestet als die fertigen Produkte. Damit werde die tatsächliche Metallbelastung in der Babynahrung unterschätzt.
Im Jahr 2021 habe ein staatliches Labor zwei Proben von Gerber-Reisgetreide mit zu hohen Arsenwerten gefunden und dies der Aufsichtsbehörde FDA gemeldet. Aber Gerber habe nie einen Produktrückruf lanciert.
Der Generalstaatsanwalt verlangt nun vom Gericht unter anderem, Nestlé anzuweisen, die fertigen Produkte zu testen und die Ergebnisse für die Konsumenten sichtbar zu machen. Zudem sollen Nestlé und Gerber die Einnahmen durch den Verkauf illegaler Produkte herausgeben müssen.
Eine Stellungnahme von Nestlé war bisher noch nicht erhältlich.













