Konjunkturaussichten für die Schweiz etwas weniger trübe

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Zürich,

    Keine Rezession mehr: Die Erwartungen für die wirtschaftliche Lage der Schweiz sind zwar immer noch mässig erfreulich, aber eine Stabilisierung ist in Sicht.

    Börsen
    An den Börsen zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Gewinnern und Verlierern einzelner Aktien. (Symbolbild) - Pexels

    Die Stimmung der Finanzanalysten hat sich mit Blick auf die Schweizer Konjunktur etwas aufgehellt. Zwar sind ihre Erwartungen nach wie vor gedämpft, nun deutet der aktuelle Wert des entsprechenden Indikators aber nicht mehr auf eine Rezession hin.

    Der frühere CS-CFA-Indikator, der am Mittwoch erstmals seit dem Zusammenschluss der beiden Grossbanken unter dem Banner der UBS veröffentlicht wurde, erholte sich im September auf -27,6 von zuvor -38,6 Punkten.

    Zwar sprechen die Experten von einer Stabilisierung, der Indikator steht dennoch bereits den 19. Monat in Folge unter null.

    Eine wirtschaftliche Abkühlung ist in Sicht

    Allerdings deute das aktuelle Niveau eher auf eine wirtschaftliche Abkühlung hin und zeige keine Rezession an, so die Experten. So habe der Indikator beispielsweise während der Finanzkrise, der Euro-Schuldenkrise und auch während der Pandemie wesentlich tiefer notiert.

    Zudem haben sich auch die langfristigen Inflationserwartungen stabilisiert und unter 2 Prozent eingependelt, auch wenn die Teuerung wegen eines steigenden Ölpreises nur langsam sinken dürfte. Für die kurzfristige Entwicklung spielen derweil die anstehenden Mietzinserhöhungen und andere bereits angekündigte Preissteigerungen eine Rolle.

    Zinspause der Zentralbanken möglich

    Derweil wird für viele Experten eine Zinspause der Zentralbanken wahrscheinlicher. Zwar zeigen die erwarteten Kurzfristzinsen für knapp über die Hälfte der Befragten in der Schweiz und der Eurozone weiterhin nach oben. Der Anteil sei aber deutlich gesunken und so tief wie seit Mai 2022 nicht mehr.

    Während sich die Einschätzung der aktuellen Lage in der Schweiz nur leicht verschlechterte (-3,2 Punkte auf +10,4 Zähler), sieht die Lage in der Eurozone deutlich anders aus (-14,8 Punkte auf -52,0 Zähler). Dies dürfte besonders an den zuletzt schwachen deutschen Wirtschaftsdaten liegen und auch die weiterhin eher magere Exportdynamik für die Schweizer Wirtschaft erklären. Dennoch wird hierzulande nur ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit von den Analysten erwartet.

    An der Befragung, welche zwischen dem 14. und 21. September stattfand, nahmen laut den Angaben 49 Analysten teil.

    Kommentare

    Weiterlesen

    2 Interaktionen
    BIP 2024

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    481 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Hans Egloff
    1 Interaktionen
    Unerwartet
    Damian Betschart
    49 Interaktionen
    «Bekam keine Luft»
    zsc
    1 Interaktionen
    Mit 23 Jahren