Klöckner verärgert über Vandalismus an Schutzzäunen gegen Schweinepest

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    Deutschland,

    Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat sich verärgert über mutwillige Zerstörungen an Zaunanlagen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gezeigt.

    Wildschweine können die die Schweinepest übertragen
    Wildschweine können die die Schweinepest übertragen - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mögliche Infektion bei Wildschwein in Potsdam wird untersucht.

    «Vandalismus an den Zäunen gefährdet in hohen Masse den Erfolg der Seuchenbekämpfung», kritisierte Klöckner am Freitag. «Weder ist das Zerstören dieser Schutzmassnahmen eine Mutprobe noch ein Kavaliersdelikt.» Um eine Ausbreitung zu verhindern, müssten sich «alle zwingend an die geltenden Vorschriften halten», mahnte Klöckner.

    Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums berichten Behörden immer wieder darüber, dass Zaunanlagen mutwillig zerstört werden. Zudem würden Gittertore oder Gatter, die etwa auf Feldwegen stehen, nach dem Durchfahren nicht wieder geschlossen. Auch das sächsische Ministerium für Soziales beklagte am Freitag, dass es Vandalismus am erst jüngst errichteten Wildschweinabwehrzaun gebe. Im Bereich Krauschwitz nahe der polnischen Grenze sei es wiederholt zur Zerstörung mehrerer hundert Meter langer Zaunabschnitte gekommen.

    Die Afrikanische Schweinepest war im September zunächst in Brandenburg nachgewiesen worden, danach auch in Sachsen. In den betroffenen Gebieten bleibe die Lage weiter «dynamisch», betonte Klöckners Ministerium. Insgesamt wurde demnach bei bislang 463 Wildschweinkadavern in Brandenburg und bei 17 weiteren in Sachsen das Virus nachgewiesen.

    Zudem gibt es seit Donnerstagabend auch einen Verdachtsfall bei einem nahe der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam gefundenen Wildschweinkadaver, also ausserhalb der bislang betroffenen Gebiete und nahe der Grenze zu Berlin. Der Kadaver soll nun durch das nationale Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems untersucht werden. Brandenburgs Staatssekretärin für Verbraucherschutz, Anna Heyer-Stuffer (Grüne), erinnerte in diesem Zusammenhang am Freitag daran, dass es jederzeit möglich sei, «dass der Erreger auch über lange Strecken durch den Menschen weitergetragen wird».

    Während das Virus für Menschen ungefährlich ist, verläuft die Krankheit für Schweine fast immer tödlich. Die stark vom Fleischexport ins Ausland abhängigen Schweinefleischproduzenten fürchten ein Überspringen der Tierseuche auf Mastschweine mit gravierenden wirtschaftlichen Folgen. Seit dem ersten Auftreten Schweinepest bei Wildschweinen haben bereits zahlreiche Drittländer - darunter auch der wichtige Absatzmarkt China - Deutschland für den Export von Schweinefleisch gesperrt.

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