Infineon: Manager soll Millionen bei Tochterfirma abgegriffen haben

    Juli Rutsch
    Juli Rutsch

    Deutschland,

    Infineon steht im Rampenlicht durch millionenschwere Veruntreuungen eines Ex-Managers. Der Prozess verzögert sich erneut.

    Infineon Logo Chiphersteller
    Ein Manager bei Infineon bringt eine Tochter-Firma des Konzerns um 14 Millionen Euro. - Keystone

    Ein ehemaliger Geschäftsführer des Technologie-Unternehmens Infineon Bipolar soll über 14 Millionen Euro veruntreut haben. «WDR» berichtet, dass der Manager Gelder für eigene Immobilienprojekte nutzte.

    Der Prozessauftakt am Landgericht Arnsberg sollte nun eigentlich starten, wurde aber wegen Krankheit verschoben. Der Manager lebte in Dortmund und war über zehn Jahre bei Infineon Bipolar tätig.

    Hintergrund des Falls

    Die Staatsanwaltschaft wirft dem Manager von Infineon vor, Gelder zweckentfremdet zu haben. «WDR» erklärt, dass er ein Treuhandkonto eingerichtet hatte, um Millionen abzuzweigen.

    Infineon
    Infineon will den Skandal lückenlos aufdecken. - Karl-Josef Hildenbrand/dpa

    Interne Prüfungen übersahen den Abfluss zunächst. «WDR» zufolge fälschte der Manager Mitteilungen, um die Transaktionen zu verschleiern.

    Ein notarielles Schuldanerkenntnis liegt dem Gericht vor. Der Angeklagte räumt darin ein, die Gelder nicht korrekt verwendet zu haben.

    Auswirkungen auf Infineon

    Infineon setzte interne und externe Juristen ein, um den Fall zu klären. «WDR» zitiert das Unternehmen: „Der Angeklagte ist mit hoher krimineller Energie vorgegangen.“

    Neben den 7,5 Millionen Euro auf dem Treuhandkonto geht es um weitere 6,7 Millionen Euro. Diese nutzte der Manager für den Kauf von Zulieferfirmen.

    Infineon
    Mit besonders krimineller Energie soll der Manager bei Infineon vorgegangen sein. - keystone

    Infineon tritt als Nebenkläger im Prozess auf. Das Unternehmen will das volle Ausmass der Veruntreuung aufdecken.

    Reaktionen und Folgen

    Der Fall hat auch Auswirkungen auf die Infineon-Aktie. «Manager Magazin» berichtet, dass die Aktie zuletzt leicht verlor.

    Analysten bewerten die Situation unterschiedlich. Einige sehen die Zahlung als verkraftbar, andere als schmerzlich für den Konzern.

    Der Prozess wird mit Spannung erwartet. Er könnte weitere Details über die privaten Probleme des Managers ans Licht bringen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Infineon
    Um Kosten zu senken
    Infineon
    Halbleiterkonzern
    Infineon
    3 Interaktionen
    Chiphersteller

    MEHR IN NEWS

    Erschiessung
    1 Interaktionen
    Austin
    Gen Z
    3 Interaktionen
    Studie
    1 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Reissdorf am Hahnentor
    22 Interaktionen
    Kein Deal
    Andrea Berg
    33 Interaktionen
    Schlag(er)abtausch
    81 Interaktionen
    Tuttlingen
    Wechseljahre
    8 Interaktionen
    Erkenntnisse