Hypothekarzinsen im vierten Quartal trotz zweiter Welle stabil

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    Zürich,

    Im dritten Quartal habe sich die Hypothekarzinsen in der Schweiz kaum bewegt. Die zweite Welle liess die Richtzinsen kalt.

    Quartal Hypothekarzinsen
    Der Traum vom Eigenheim wird teurer: Hypothekarzinsen ziehen in der Schweiz wieder an. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Während der ersten Corona-Welle kam es zu Schwankungen bei den Hypotheken.
    • Die zweite Welle hingegen hat bisher kaum einen Einfluss auf die Richtzinsen.

    Die Hypothekarzinsen haben sich gegen Jahresende 2020 kaum von der Stelle bewegt. Die zweite Corona-Welle lässt die Richtzinsen von Schweizer Festhypotheken weitgehend kalt, wie aus dem Hypotheken-Barometer des Vergleichsportals «Comparis» hervorgeht.

    Der Seitwärtstrend bei den Zinsen am Hypothekarmarkt hat sich damit auch im vierten Quartal fortgesetzt. Festhypotheken mit einer Laufzeit von zehn Jahren lagen laut der Mitteilung von Comparis vom Dienstag im Schnitt bei 1,05 Prozent.

    Quartal Hypothekarzinsniveau
    Der Richtsatz für zehnjährige Festhypotheken lag Ende September bei etwa um die gleiche Zeit bei 1,68 Prozent und damit 0,09 Prozentpunkte tiefer. (Symbolbild) - sda

    Dies entspricht dem gleichen Niveau wie im Vorquartal. Sie stünden also noch knapp über der «psychologisch wichtigen» Marke von 1 Prozent, heisst es.

    Richtzinsen verteuerten sich innert Tagen

    Auch die Zinsen für fünfjährige und zweijährige Festhypotheken bewegten sich mit 0,90 Prozent respektive 0,86 Prozent kaum. Während der ersten Corona-Welle hätten die Hypothekarzinsen noch deutlich grössere Schwankungen gezeigt, so die Experten von Comparis.

    Ende des ersten Quartals hätten sich die Richtzinsen für zehnjährige Hypotheken innert Tagen von 0,98 auf fast 1,20 Prozent verteuert.

    Geringe Unterschiede zwischen Laufzeiten

    Während sich die Hypothekarzinsen kaum verändert haben, blieben auch die Unterschiede zwischen den Laufzeiten entsprechend gering. Die Differenz zwischen zwei- und fünfjährigen Hypotheken hat sich laut dem Hypothekenbarometer von 5 auf 4 Basispunkte sogar etwas verringert.

    Bei den fünf- und zehnjährigen Festhypotheken wurde die Differenz hingegen von 14 auf 15 Basispunkte leicht vergrössert. Der Unterschied zwischen zwei- und zehnjährigen Hypotheken blieb mit 19 Basispunkten gleich wie im Vorquartal.

    2021 mehr Bewegung erwartet

    Innerhalb der einzelnen Laufzeiten sind die Unterschiede hingegen gross, so die Experten weiter. So gebe es bereits ab 0,61 Prozent zehnjährige Hypotheken - und damit weit günstiger als zum Richtwert von 1,05 Prozent.

    Quartal Hypothekarzinsen
    Das Geschäft mit der Finanzierung von Eigenheimen bleibt umkämpft - die Hypothekarsätze dürften tief bleiben. (Archivbild) - sda

    In den kommenden Monaten ist laut den Experten von Comparis nun wieder etwas mehr Dynamik im Hypozinsmarkt zu erwarten. Das habe aber weniger mit der Corona-Pandemie zu tun, als vielmehr mit der Hypothekarpolitik der Anbieter.

    Intensive Konkurrenz

    Diese legten zu Jahresbeginn ihre Umsatz- und Ertragsziele fest, erklärte Comparis-Finanzexperte Frédéric Papp gegenüber der Nachrichtenagentur «AWP». Deshalb würden zu dieser Zeit oft attraktive Offerten unterbreitet.

    Dadurch intensiviere sich auch die Konkurrenz unter den Anbietern. Mit zunehmendem Konkurrenzkampf werde sich auch die Bandbreite der Hypothekarzinsen 2021 tendenziell wieder vergrössern.

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