H&M setzt in der Schweiz weniger um

    Keystone-SDA
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    Schweden,

    Der Modekonzern H&M liess die Konkurrenz im Onlinebereich und von billigeren Anbietern unbeachtet. Dadurch schrumpfte der Umsatz in der Schweiz ein wenig.

    Eine H&M Einkaufstasche mit dem Logo des Konzerns.
    Eine H&M Einkaufstasche mit dem Logo des Konzerns. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • H&M erzielte seit Jahresbeginn in der Schweiz eine Umsatzabnahme von neun Prozent.
    • Schuld sei die späte Reaktion auf billigere Anbieter und Onlinehändler.

    Der schwedische Modekonzern Hennes & Mauritz (H&M) hat im dritten Quartal in der Schweiz weniger Umsatz erzielt. Die Verkäufe in den 98 Läden nahmen um 7 Prozent ab, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. In den neun Monaten seit Anfang Jahr resultierte eine Abnahme von 9 Prozent. H&M hat seit Anfang Jahr hierzulande Kleider im Wert von umgerechnet 447 Millionen Franken verkauft.

    Derweil macht der Konzern weltweit bei seinem Umbau Fortschritte, muss dafür aber weiter viel Geld ausgeben. Das Unternehmen krempelt die Logistik um, was den Gewinn zunächst belastet. So hat der Textilhändler im dritten Geschäftsquartal (bis 31. August) unter dem Strich rund 3,1 Milliarden schwedische Kronen (rund 340 Millionen Franken) Gewinn erzielt - etwa 18 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

    Der Aufbau neuer Lieferketten in den USA, Frankreich, Italien und Belgien hätten Sonderkosten von 400 Millionen Kronen verursacht, sagte Vorstandschef Karl-Johan Persson.

    Das Unternehmen hatte schon vor zehn Tagen bei der Veröffentlichung des Konzernumsatzes auf die hohen Kosten hingewiesen. Ohne die anfallende Mehrwertsteuer hat der Konzern im dritten Quartal 55,8 Milliarden schwedische Kronen (6,1 Mrd Fr.) umgesetzt, neun Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Dies hatte die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Aktie hatte bereits vor zehn Tagen einen kräftigen Sprung gemacht, auch am Donnerstag kletterte das Papier nun um über 8 Prozent nach oben.

    H&M hat relativ spät auf die Konkurrenz von Onlinehändlern und billigeren Anbietern reagiert. Die Konzernspitze gelobt Besserung. «Die Onlineverkäufe haben im dritten Quartal um mehr als 30 Prozent zugenommen», sagte Persson. Das Unternehmen will sich unter anderem in Mexiko und Ägypten neue Onlinemärkte erschliessen.

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