Deutsche Wirtschaft zum Jahresende 2022 geschrumpft

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Rekordinflation und Energiekrise haben die deutsche Konjunktur gegen Ende 2022 ausgebremst. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in einer ersten Schätzung mitteilte.

Die deutsche Wirtschaft hat zum Ende das Jahres 2022 deutlich an Schwung verloren. Das BIP nahm im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal gar um 0,2 Prozent ab.(Symbolbild)
Die deutsche Wirtschaft hat zum Ende das Jahres 2022 deutlich an Schwung verloren. Das BIP nahm im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal gar um 0,2 Prozent ab.(Symbolbild) - sda - KEYSTONE/DPA/JULIAN STRATENSCHULTE

Insgesamt wuchs das BIP in Europas grösste Volkswirtschaft im vergangenen Jahr trotz des Gegenwinds um 1,8 Prozent. Das ist etwas weniger als die zunächst geschätzten 1,9 Prozent. Die angesichts des Ukraine-Krieges lange Zeit düsteren Prognosen erfüllten sich damit aber nicht.

Im vierten Quartal fielen den Angaben zufolge vor allem die privaten Konsumausgaben, die die deutsche Wirtschaft im bisherigen Jahresverlauf gestützt hatten, niedriger aus als im Vorquartal.

Volkswirte schätzen auch die Aussichten für dieses Jahr längst nicht mehr so trüb ein wie zunächst nach Beginn des russischen Angriffskriegs vor gut einem Jahr. Nach Ansicht vieler Ökonomen wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr allenfalls leicht schrumpfen. Weil der Staat Privathaushalte und Firmen mit Milliarden bei den kräftig gestiegenen Energie-Kosten entlastet, erwarten manche Volkswirte gar ein leichtes Wirtschaftswachstum im 2023.

Die Bundesregierung rechnet inzwischen mit einem Plus von 0,2 Prozent beim BIP. Die Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik zum Jahreswechsel 2022/23 dürfte kürzer und milder ausfallen als noch im Herbst erwartet, hiess es im jüngsten Jahreswirtschaftsbericht der Regierung. Einen tiefen Konjunktureinbruch in diesem Jahr gebe es nicht, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck. Die schlimmsten Szenarien seien verhindert worden.

Die Stimmung der Unternehmen und Verbraucher verbessert sich seit geraumer Zeit. Das Konsumklima ist nach Angaben des Marktforschungsunternehmens GfK das vierte Mal in Folge gestiegen. Das Ifo-Geschäftsklima legte im Januar zum Vormonat um 1,6 Punkte auf 90,2 Zähler zu. Es war ebenfalls der vierte Anstieg in Folge.

Kommentare

Weiterlesen

sdf
331 Interaktionen
Über ein Jahr
Egerkinger Komitee
713 Interaktionen
Aufruf zu Hass?

MEHR AUS STADT BERN

yb
3 Interaktionen
Wie angekündigt
YB FCB
2 Interaktionen
Heusler wollte ihn
Kanton Bern
Anne Speiser
2 Interaktionen
Bald höchste Bernerin