Deutsche Bank macht 832 Millionen Euro Nettoverlust im dritten Quartal

    AFP
    AFP

    Deutschland,

    Die Deutsche Bank hat wegen ihres Umbaus einen deutlichen Verlust im dritten Quartal gemacht.

    Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt
    Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt - dpa/dpa/picture-alliance/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Konzernumbau lässt Quartalsergebnis und Mitarbeiterzahl schrumpfen.

    Das Minus betrug 832 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte Deutschlands grösste Bank noch 229 Millionen Euro Gewinn erzielt. Die Einnahmen gingen um 15 Prozent im Vorjahresvergleich auf knapp 5,3 Milliarden Euro zurück.

    Der Gewinnrückgang sei «auf die strategische Entscheidung der Bank zurückzuführen, sich aus dem Aktienhandel zurückzuziehen», erklärte das Institut. Ohne die Anteile der Aktionäre ohne beherrschenden Einfluss betrug der Verlust von Juli bis September 859 Millionen Euro. Der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing verwies auf «die umfassendste Restrukturierung unserer Bank seit zwei Jahrzehnten». Sie hatte Anfang Juli begonnen.

    Trotzdem seien alle Kerngeschäftsbereiche profitabel gewesen, betonte Sewing. Tatsächlich verbuchten die Unternehmens-, die Privatkunden- und die Investmentbank ebenso wie der Bereich Vermögensmanagement im vergangenen Quartal Vorsteuergewinne - aber deutlich unter den Vorjahreswerten. Daneben wies die sogenannte «Abbaueinheit» ausserhalb der Kernbank «aufgrund des Rückzugs aus nicht strategischen Bereichen und der Umbaukosten» einen Vorsteuerverlust von über einer Milliarde Euro aus.

    Die Deutsche Bank erklärte, der Risikoabbau gleiche Verluste durch die Umbaubelastungen aus. Dennoch steht nach den ersten neun Monaten dieses Jahres ein Nettoverlust von 3,8 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum 2018 hatte die Bank noch ein Plus von 750 Millionen Euro verbucht.

    Ende September beschäftigte die Deutsche Bank umgerechnet etwas weniger als 90.000 Mitarbeiter in Vollzeit. Seit Juni sank die Zahl um etwa 1000 Angestellte. Im Rahmen des Umbaus hat der Konzern den Abbau von 18.000 Stellen bis Ende 2022 angekündigt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Nnamdi Hockey
    15 Interaktionen
    Nach Mobbing
    Christoph Blocher. - zVg
    48 Interaktionen
    Christoph Blocher

    MEHR IN NEWS

    Burgdorf BE
    Burgdorf BE
    Einsiedeln SZ
    1 Interaktionen
    In Einsiedeln SZ
    Baden AG
    Baden AG

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    99 Interaktionen
    Neue Umfrage
    57 Interaktionen
    Bremen
    Timmy
    Millionen-Klage
    9 Interaktionen
    Unna/Hagen