Deutsche Autobauer leiden unter Einbruch in China
Die deutschen Autobauer steuern auf ein schwaches Verkaufsjahr zu. BMW, Volkswagen, Audi, Porsche und Mercedes-Benz haben im dritten Quartal allesamt weniger Fahrzeuge ausgeliefert als im Vorjahr. Hauptgrund ist der massive Absatzrückgang in China.

Besonders stark traf es Audi mit einem Minus von 19,7 Prozent auf knapp 315'000 Fahrzeuge. Neben dem schwierigen chinesischen Markt belasteten die US-Zölle und Modellwechsel. Auch die Konzernmutter Volkswagen musste deutliche Einbussen hinnehmen: Die Auslieferungen sanken um 14,3 Prozent auf 1,89 Millionen Fahrzeuge. In China brachen die Verkäufe sogar um 38,5 Prozent ein.
Beim Sportwagenhersteller Porsche gingen die Auslieferungen um 15 Prozent auf gut 56'000 Fahrzeuge zurück. In China hatte das Unternehmen bereits in den ersten neun Monaten einen Absatzrückgang von einem Drittel verzeichnet. Der einst wichtigste Wachstumsmarkt verliert für Porsche zunehmend an Bedeutung.
Mercedes-Benz verkaufte im dritten Quartal gut 407'000 Personenwagen und damit 8 Prozent weniger als im Vorjahr. In China betrug das Minus 31 Prozent. Ausserhalb der Volksrepublik legte der Absatz dagegen leicht zu. Auch die Verkäufe vollelektrischer Fahrzeuge stiegen deutlich.
Vergleichsweise glimpflich kam BMW davon. Der Konzern setzte gut 551'000 Fahrzeuge ab, 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Während die Verkäufe in China um fast ein Viertel einbrachen, legten sie in Europa und den USA zu. In den Vereinigten Staaten profitiert BMW von seinem Werk in Spartanburg, das die Zollbelastung begrenzt.
Allen Herstellern macht in China neben der schwachen Nachfrage vor allem die wachsende Konkurrenz einheimischer Autobauer und der starke Preisdruck zu schaffen. Die steigende Nachfrage nach Elektroautos in Europa kann die Einbussen bislang nicht ausgleichen.










