CKW-Chef: Rund 200 Windräder könnten ein Gaskraftwerk ersetzen

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Rund 200 Windräder könnten nach einer groben Schätzung von CKW-Chef Martin Schwab ein Gaskraftwerk ersetzen. Mehr Windkraft und winteroptimierte Photovoltaik könnten der Schweiz gegen die Winterstromlücke helfen, sagte Schwab in einem Interview mit der «NZZ».

    Martin Schwab, CEO des Energiedienstleisters CKW, plädiert im Interview mit der «NZZ» für einen Mix der Energieträger. (Archivbild)
    Martin Schwab, CEO des Energiedienstleisters CKW, plädiert im Interview mit der «NZZ» für einen Mix der Energieträger. (Archivbild) - Keystone/GABRIEL MONNET

    In der Schweiz gebe es heute rund 50 Windräder, sagte der Chef des Energiedienstleisters CKW. Bei der Zahl von rund 200 Windrädern handle es sich um eine sehr grobe Schätzung. Wie viele Anlagen nötig seien, hänge von deren Leistung und von der Grösse des zu ersetzenden Gaskraftwerks ab. Ein Gaskraftwerk habe zudem den Vorteil, auf Knopfdruck verlässlich Strom produzieren zu können.

    Schwab sprach sich für einen Mix verschiedener Energieträger aus. Wenn die Bevölkerung keine Windkraftanlagen wolle, brauche die Schweiz mehr Grosskraftwerke. Es gehe nicht darum, Windkraft gegen Kernkraft auszuspielen oder umgekehrt.

    Auch bei der Solarenergie warnte Schwab davor, zu stark auf eine einzelne Technologie zu setzen, obwohl es die einzige sei, die nicht auf Wderstand stosse. Solaranlagen produzierten deutlich mehr Strom im Sommer als im Winter. Die Schweiz brauche zusätzlichen Strom jedoch vor allem im Winter. «Daher sollten wir die Förderung der Solaranlagen auf den Winterstrom beschränken»,sagte Schwab.

    Eine durch Importe schliessbare Winterstromlücke von fünf Terawattstunden bezeichnete der CKW-Chef als vertretbar. Diese Menge könne im Notfall «unter Schmerzen» eingespart werden. «Ich warne aber vor einer Importstrategie, bei der man auf den Import von zehn bis zwanzig Terawattstunden setzt», sagte Schwab weiter. Die Schweiz solle sich nicht darauf verlassen, jederzeit beliebige Mengen Strom importieren zu können.

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