Ausserhalb der EU droht die Roaming Falle noch immer

    Michael Bolzli
    Michael Bolzli

    Zürich,

    Ausserhalb der EU kostet Roaming schnell mehrere hundert Franken. Unter dem Strich hat die Swisscom die preiswertesten Angebote.

    Roaming regeln
    Gedankenlos lossurfen kann laut Moneyland in den Sommerferien teuer werden. (Archivbild/Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ausserhalb der EU sind Roaming-Kosten oft deutlich höher.
    • Günstigster Anbieter ist in den meisten Ländern die Swisscom.
    • Teuerster Anbieter ist ok.- mobile von Valora.

    Heute muss man sich über Roaming keine Sorgen machen, frohlocken die Telekom-Anbieter. Das tritt in Westeuropa tatsächlich häufig zu, vor allem bei den drei grossen Playern.

    Anders sieht das Bild auf anderen Kontinenten aus. Das Vergleichsportal Moneyland.ch hat analysiert, was ein Gigabyte Roaming-Daten in 183 Ländern kostet – EU-Länder ausgeschlossen.

    Vergleichsweise günstig ist Roaming in den USA. 1 GB kostet mit dem Daten-Roaming-Paket von Talk Talk 10 Franken. Sunrise-Kunden zahlen auf Grönland und Puerto Rico 14,90 Franken.

    Roaming kostet bis 45'000 Franken

    Das günstigste Angebot in den 22 teuersten Ländern kostet 200 Franken – ein Salt-Angebot. Mit dabei beliebte Ferienländer wie Kuba und die Malediven.

    Das teuerste Angebot wäre 45'000 Franken vom Anbieter ok.- mobile. Da es sich um ein Prepaid-Angebot handelt, ist dies ein theoretischer Wert.

    Roaming
    Roaming ausserhalb der EU ist bei der Swisscom am günstigsten. - Moneyland.ch

    Die Analyse zeigt: In 85 von 183 Ländern bietet Swisscom das günstigste Roaming-Paket an. In 51 Ländern ist Qynamic am günstigsten und in 33 Ländern Salt. Teuerster Anbieter in allen untersuchten Ländern ist ok.- mobile.

    «Für Laien dürfte überraschend sein, dass Swisscom für das Roaming in fernen Ländern der günstigste Anbieter ist. In der Regel hat Swisscom den Ruf, teuer zu sein», kommentiert Telekom-Experte Ralf Beyeler. «Swisscom hat Angst vor einer politischen Regulierung und senkt deshalb regelmässig die Roaming-Preise», vermutet Beyeler.

    Grundsätzlich empfiehlt es sich, vor der Reise abzuklären, ob und wie viele Roaming-Daten inkludiert sind. Und gegebenenfalls ein Datenpaket zu buchen. Sonst kosten ein paar Minuten surfen schnell über 100 Franken.

    Nicht der Fall ist dies bei Abos von Swisscom, M-Budget, Coop Mobile und Wingo. Dort müssen Kunden mittlerweile aktiv Roaming-Daten kaufen, wenn sie im Ausland surfen wollen und kein Datenvolumen verfügbar ist.

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