Anzahl Stelleninserate verharrt auf hohem Niveau

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    Zürich,

    In der Schweiz gibt es weiterhin gute Jobaussichten. Die Anzahl der Stelleninserate bleibt hoch.

    Kellnerin
    Eine Kellnerin trägt in einem Restaurant Teller. (Archivbild). Foto: Marijan Murat/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Anzahl der Stelleninserate in der Schweiz verharrt auf hohem Niveau.
    • Erstmals seit der Pandemie wurden im zweiten Quartal aber etwas weniger Jobs inseriert.

    Die Zahl der offenen Stellen in der Schweiz bleibt hoch. Zum ersten Mal seit der Corona-Krise wurden im zweiten Quartal aber etwas weniger neue Jobs ausgeschrieben als im Vorquartal.

    Konkret bildete sich der «Swiss Job Market Index», der die Entwicklung der Job-Inserate misst, im zweiten Quartal um 0,7 Prozent zurück.

    Im Vergleich zum Vorjahresquartal waren es aber immer noch knapp ein Viertel mehr Jobs, die auf den Schweizer Stellenbörsen hochgeladen wurden, wie der Personaldienstleister Adecco Group, der den Index herausgibt, am Dienstag mitteilte. Der Index notiere somit noch immer auf einem «historisch hohen Niveau».

    Gute Jobaussichten

    Mit dem Anstieg globaler Unsicherheiten im ersten Halbjahr 2022 habe die positive Entwicklung seit dem Corona-Taucher gleichwohl zumindest vorübergehend stagniert. Die Lieferkettenprobleme, die steigenden Energiepreise und die sich abzeichnende globale Konjunkturabkühlung könnten dazu führen, dass Unternehmen ihre Personalplanung vorsichtiger gestalteten als noch vor ein paar Monaten, vermutet Adecco-Schweiz-Chef Marcel Keller.

    Gute Jobaussichten herrschen aber immer noch bei der Mehrheit der Berufsgruppen, so die Mitteilung. Viele würden immer noch von der wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Pandemie profitieren. Vor allem Fachkräfte in der Gastronomie und dem Verkauf hätten gute Chancen.

    Coronavirus Läden
    Eine Verkäuferin der Migros bedient hinter einer Glasscheibe eine Kundin. - Keystone

    An einer Berufsgruppe ist die Erholung vom Corona-Taucher aber vorbeigegangen: den Chefs. Die Suche nach Führungskräften sei für viele Firmen derzeit zweitrangig, hiess es zur Begründung. Denn das Hauptproblem der Unternehmen sei es, die hohe Nachfrage zeitnah zu bedienen. Um dies zu bewerkstelligen, müsse primär die Belegschaft ausgebaut werden.

    Der «Swiss Job Market Index» wird vierteljährlich publiziert und beruht laut den Angaben auf repräsentativen Quartalserhebungen der Stellenangebote in der Presse, auf Online-Stellenportalen sowie auf Websites von Unternehmen. Die Adecco Group erstellt den Index in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich.

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