Stadt Zürich

    Am Endlager-Standort hätte es genug Platz für Abfall weiterer AKWs

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die Pläne für das Atomendlager im Zürcher Unterland basieren auf den bestehenden Atomkraftwerken. Platz für zusätzliche radioaktive Abfälle eines neuen AKW gäbe es am vorgeschlagenen Standort aber.

    Nagra
    Nagra-CEO Matthias Braun. - keystone

    Da die laufenden Schweizer Meiler keine fixen Laufzeiten haben, wurden im Rahmenbewilligungsgesuch Reserven einberechnet, heisst es von der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Abfälle von allfälligen neuen Kraftwerken sind aber nicht eingerechnet.

    Am vorgeschlagenen Standort hätte es jedoch genug Kapazität: «Im Untergrund von Nördlich Lägern wäre theoretisch genügend Platz vorhanden», so die Nagra, welche 1972 gemeinsam von den Verursachern radioaktiver Abfälle in der Schweiz gegründet wurde. Die Gesellschaft ist verantwortlich für die Entsorgung.

    Es bräuchte für die Tiefenlagerung von Abfällen allfälliger neuer Kernkraftwerke aber ein neues Rahmenbewilligungsverfahren: Ein Tiefenlager ist eine Kernanlage, heisst es vom Bundesamt für Energie (BFE). Eine Erweiterung des Lagers oder ein Lager an einem anderen Standort müsste sämtliche Bewilligungsschritte – Rahmen-, Bau- und Betriebsbewilligung – durchlaufen.

    Das bestehende Tiefenlagerprojekt könnte also erweitert werden. Dann müsste die maximale Lagerkapazität in der Rahmenbewilligung angepasst werden.

    Im November 2024 hat die Nagra dem BFE ein Rahmenbewilligungsgesuch für ein geologisches Tiefenlager im Gebiet Nördlich Lägern und für eine Brennelementverpackungsanlage am Standort des bestehenden Zentralen Zwischenlagers in Würenlingen im Kanton Aargau eingereicht. Diese werden derzeit von den Sicherheitsbehörden geprüft.

    Danach entscheiden Bundesrat, Parlament und eventuell das Volk. Die Nagra rechnet etwa 2031 mit dem Entscheid.

    Das Schweizer Kernenergiegesetz schreibt vor, dass in der Schweiz sämtliche radioaktive Abfälle in einem geologischen Tiefenlager entsorgt werden müssen. Das Standortauswahlverfahren soll sicherstellen, dass der beste Standort bestimmt wird und die Betroffenen einbezogen werden.

    «Ein Tiefenlager gilt international als die sicherste Methode, um radioaktive Abfälle zu entsorgen», sagt die Nagra. Das Projekt sei anspruchsvoll, aber machbar.

    Kommentare

    User #2345 (nicht angemeldet)

    Ein Endlager ist eine tickende Zeitbombe. Es existieren weltweit keine Erfahrungswerte.

    User #4317 (nicht angemeldet)

    In Herrliberg hat es auch Platz.

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