Studie

    Abnehmspritzen treiben laut Studie Pharma-Renditen nach oben

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    Zürich,

    Die weltweite Pharmaindustrie hat laut einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Deloitte 2025 erneut höhere Renditen auf ihren Forschungsausgaben erzielt als im Vorjahr. Gleichzeitig löst Übergewicht Krebs als wichtigsten Umsatztreiber ab.

    Übergewicht löst Krebs laut einer Studie als wichtigsten Umsatztreiber in der weltweiten Pharma-Industrie ab. (Symbolbild)
    Übergewicht löst Krebs laut einer Studie als wichtigsten Umsatztreiber in der weltweiten Pharma-Industrie ab. (Symbolbild) - KEYSTONE/DPA/JENS KALAENE

    Zu diesem Schluss kommt eine am Donnerstag veröffentlichte Analyse von 20 der weltweit grössten Pharmaunternehmen, darunter sind auch die Schweizer Pharmariesen Roche und Novartis. Konkret dürfte laut den Befunden die durchschnittliche prognostizierte Rendite für Investitionen in Forschung und Entwicklung 2025 bei 7,0 Prozent gelegen haben.

    Damit sei die erwartete Rendite das dritte Mal in Folge gestiegen; 2024 lag diese noch bei 5,9 Prozent. Der aktuelle Wert liege auch nahe am Rekordhoch von 7,2 Prozent aus dem Jahr 2014.

    Der Erfolg beruht laut Deloitte vor allem auf Wirkstoffen mit GLP-1- sowie GLP-1/GIP-Mechanismus, die auf die Behandlung von Übergewicht und Diabetes abzielen. Ohne diese wäre die Rendite mit 2,9 Prozent nicht einmal halb so hoch ausgefallen.

    Aus dem gleichen Grund schoss der durchschnittlich erwartete Spitzenumsatz pro Medikament von 510 auf 598 Millionen US-Dollar. Ohne die besagte Wirkstoffklasse hätte er bei lediglich 353 Millionen gelegen.

    «Übergewicht» steht gemäss Deloitte erstmals an der Spitze der wichtigsten Umsatztreiber – die Krebsforschung rangiert nur noch auf Rang zwei. Der Bereich stehe nun für ein Viertel der erwarteten Umsätze der Spätphasen-Pipeline – vor drei Jahres sei er mit einem Prozent noch «völlig unbedeutend» gewesen.

    Deloitte stellt ferner fest, dass die Pharmagesellschaften ihre Forschung immer stärker auf Projekte mit einem hohen Umsatzpotential fokussieren. Aktuell stünden gerade mal 9 Prozent der Projekte in der Spätphase der Entwicklung für 70 Prozent der erwarteten Umsätze.

    Der Fokus der Branche auf Blockbuster sei zwar nicht neu, so ausgeprägt wie in 2025 sei er aber noch nie gewesen. «Wir sehen wegen der starken Konzentration auf wenige Forschungsprogramme ein hohes Klumpenrisiko – das macht die Branche anfällig für Rückschläge», sagt Alexander Mirow, Leiter Life Sciences bei Deloitte Schweiz.

    Die steigenden Risiken gehen mit wachsenden Ausgaben einher: Die durchschnittlichen Entwicklungskosten pro Medikament haben sich im Vorjahresvergleich mit einem Anstieg von 2,2 auf rund 2,7 Milliarden Dollar deutlich erhöht.

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    Kommentare

    User #2372 (nicht angemeldet)

    Ewiges Wachstum und Gewinnmaximierung, Profit das ist unser Gott Amen.

    User #5662 (nicht angemeldet)

    Der Drang nach einem perfekten Körper ist enorm. Zuerst wird gefressen was das Zeug hält, dann die Reue und zum Schluss die Abnehmspritze. Aerzte sollten auch in die Verantwortung genommen werden, die das Rezept ausstellen. Mir tun die Diabetiker und andere Patienten die auf das Medikament angewiesen sind leid.

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