UBS

    14,9 Millionen für Ermotti: Gewerkschafter entsetzt über UBS-Gehalt

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    Bern,

    UBS-Chef Ermotti hat 14,9 Millionen Franken verdient, was scharfe Kritik hervorruft. Gewerkschaftspräsident Maillard fordert klare Grenzen für Managerlöhne.

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    Pierre-Yves Maillard zeigt sich empört, dass die UBS Ermotti knapp 15 Millionen Franken für ein Jahr Arbeit gezahlt hat. (Archivbild) - Keystone

    Pierre-Yves Maillard, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), kritisiert Ermottis Lohn als «schockierend». Niemand könne so viel leisten, dass ein solches Gehalt gerechtfertigt sei, sagte er gegenüber «Keystone-SDA».

    Sergio Ermotti verdiente 2024 insgesamt 14,9 Millionen Franken, wie das «Manager Magazin» darlegt. Dies umfasst ein Fixgehalt von 2,8 Millionen Franken und Boni von 12,1 Millionen Franken.

    Im Vorjahr hatte Ermotti für neun Monate Arbeit bereits 14,4 Millionen Franken erhalten. Seine Rückkehr zur UBS erfolgte im Zuge der Übernahme der Credit Suisse.

    Gewerkschafter fordert klare Grenzen

    Maillard betonte, dass Löhne in der Finanzbranche exponentiell steigen und dringend reguliert werden müssten. Er stellte die Frage: «Ist es wirklich möglich, dass jemand in einem Jahr so viel verdient wie andere in einem Leben?».

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    UBS-Chef Ermotti hat im Jahr 2024 14,9 Millionen Franken verdient. (Archivbild) - Keystone

    Der Gewerkschafter sieht in solchen Gehältern eine Gefahr für das Vertrauen in die Wirtschaft. Laut ihm müsse die Politik einschreiten und klare Grenzen setzen.

    Maillard fordert eine stärkere Besteuerung solcher Einkommen und mehr Transparenz bei Bonuszahlungen. Die Bevölkerung trage letztlich das Risiko bei Bankenkrisen.

    Schwierigster Job der Branche?

    Zum Vergleich: Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing erhielt 2024 rund 9,75 Millionen Euro (rund 10,6 Millionen Franken). Dies zeigt, dass Ermotti zu den bestbezahlten Bankern Europas gehört.

    Findest du, dass Managergehälter nach oben begrenzt sein sollten?

    UBS-Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher verteidigte hingegen Ermottis Gehalt. Er bezeichnete dessen Aufgabe als «den schwierigsten Job in der Bankenindustrie weltweit».

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    Kommentare

    User #8366 (nicht angemeldet)

    Vergleicht man Ermottis Lohn mit jenem von Maillard und stellt den Lohn ins Verhältnis am Anteil des BIP 'ihrer' Firmen, dann hätte Maillard keinen Lohn verdient.

    User #5840 (nicht angemeldet)

    Maillard ist ein Neider. Ermotti arbeitet wenigstens für sein Gehalt.

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